Friedliches Openair Gampel mit mehr Sicherheitsmassnahmen

Vier Tage mit viel Sonne, verstärkten Sicherheitsmassnahmen und einem friedlichen Publikum: So war das Openair Gampel 2016. Etwas mehr Innovation würde dem Musikprogramm gut anstehen.

Publikum am Festival Gampel 2016.

Bildlegende: «Iischi Party»: Das alljährliche grosse Walliser Fest in Gampel. zvg

Die Veranstalter des diesjährigen 31. Open Air Gampel blicken auf ein friedliches und erfolgreiches Festival zurück. Sie zählten rund 102'100 Eintritte, davon mehr als 33'000 am Samstag, was einem neuen Rekord an einem Einzeltag entspreche.

Um das Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher zu verstärken, seien uniformierte Polizisten vor Ort gewesen und die Eingangskontrollen intensiviert worden. «Der Securitydienst und die Polizei bilanzieren ein sehr friedliches Festival», schreiben die Organisatoren. Die rund 40 Personen, die vom Gelände verwiesen werden mussten, hätten Diebstähle oder Vandalenakte begangen oder die Anweisungen des Sicherheitspersonals missachtet.

Neu auch Psychiater im Einsatz

Rund 1300 Personen sind aus verschiedensten Gründen beim Sanitätsdienst gelandet. Elf davon mussten «wegen chirurgischen Problemen» hospitalisiert werden. Dieses Jahr musste niemand wegen Alkohol- oder Drogenkonsum ins Spital, schreiben die Veranstalter. Beim Sanitätsdienst waren rund 360 Personen beschäftigt, darunter 55 Ärzte. Erstmals waren auch Psychiater vor Ort, um bei psychischen Problemen behilflich zu sein.

SRF 3-Moderatorin Tina Nägeli windet dem OK ein Kränzchen: «Man merkt, dass alles eingespielt ist am Openair Gampel.» Musikalisch habe das Programm den Geschmack des Publikums offensichtlich getroffen: «Dementsprechend ging die Party ab.»

Mehr Überraschungen willkommen

Besonders innovativ sei das Musikprogramm nicht gewesen, findet Tina Nägeli. Wobei eine Band dem SRF 3-Team vor Ort noch unbekannt gewesen sei: Das Trio «My Baby» aus Holland und Neuseeland. «Wir waren ebenso begeistert wie das Publikum.» Das wäre vielleicht ein Wunsch an die kommenden Ausgaben des Openairs Gampel, findet die Moderatorin: «Ein paar Neuentdeckungen mehr dürfte man durchaus noch ins Wallis holen.»