Fusionen im Freiburger Oberland auf gutem Weg

Am Sonntag sagte das Stimmvolk Ja zu Fusionsabklärungen zwischen Giffers, Tentlingen und St. Silvester. Nur Rechthalten sagte nein. Dem Ziel, ein Bezirk mit nur noch 8 Gemeinden, rückt die Region trotzdem ein Stück näher.

Kleines Dorf mit Kirche

Bildlegende: Rechthalten will eigenständig bleiben - andere Gemeinden wollen fusionieren. SRF

Giffers, Tentlingen und St. Silvester sind schon in den letzten Jahren enger zusammengerückt. Die drei Gemeinden, welche ja sagten zu Fusiongesprächen, arbeiten schon heute zusammen, sagt der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser. «Pflegeheim, Feuerwehr oder Schulen – die Zusammenarbeit funktioniert», so Nicolas Bürgisser im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. «Eine Gemeindefusion wäre logisch».

Es entstünde eine Gemeinde mit 4000 Einwohnern. Heute hat der Sensebezirk noch 19 Gemeinden. Man sei auf gutem Weg, diese Zahl zu halbieren, meint der Oberamtmann. «Alle bisherigen Abstimmungen deuten darauf hin.»

Heute hat der Kanton Freiburg 164 Gemeinden. Die Freiburger Regierung will wesentlich weniger. Ihr Wunsch: nur noch 35. Dafür hat der 50 Millionen Franken zur Verfügung gestellt, um Fusionen anzukurbeln.

Für Staatsrätin Marie Garnier ist das Nein von Rechthalten nicht schlimm. «Wir sehen vor, dass die willigen Gemeinden im Perimeter trotzdem fusionieren können.» Im Sense Oberland rund um Plaffeien ist eine weitere Fünferfusion geplant. «Ich höre bisher nur Gutes darüber», sagt Marie Garnier. Im unteren Sensebezirk entlang der Bahnlinie und Autobahn sind keine Fusionen geplant. «Dort sind die Gemeinden schon relativ gross», sagt die Staatsrätin.