Ganz Burgdorf ist von der Solätte fasziniert - ein Leben lang

Immer am letzten Monat im Juni feiert Burgdorf das Kinder- und Blumenfest Solennität. Die Einheimischen sagen dem traditionellen Anlass, der seine Wurzeln im 16. Jahrhundert hat, liebevoll Solätte. Zehntausende säumen bei den Umzügen jeweils die Marschroute.

Solennität, lateinisch «solemnis», heisst feierlich. Feierlich geht es am letzten Montag im Juni tatsächlich in Burgdorf zu und her. An der Solätte trifft sich ganz Burgdorf und Heimweh-Burgdorfer zieht es zurück in «ihre» Stadt. Die Höhpunkte an diesem Kinder- und Blumenfest folgen Schlag auf Schlag. Bereits am Morgen um 7 Uhr läutet die grosse Glocke der Stadtkirche zur Tagwache und die Kadettenmusik zieht durch die Gassen. Um 9 Uhr startet der Morgenumzug mit Ziel Stadtkirche. Hier erhalten die Erstklässler ihren Solättetaler, die Neuntklässler werden nach der obligatorischen Schulzeit verabschiedet.

Am Nachmittag sammeln sich Zehntausende entlang der Umzugsroute zum grossen Umzug - mit noch mehr Sujets, noch mehr Blumenschmuck. Die Mädchen und Lehrerinnen sind weiss angezogen. In den Händen halten sie einen Blumenstrauss, auf dem Kopf tragen sie ein Kränzchen.

Auf der Burgdorfer Schützenmatte endet schliesslich der Nachmittagsumzug. Hier finden die Reigen und Tänze der Schulklassen sowie die Schlusspolonaise der ganzen Festgemeinde statt.

«An der Solätte hängt ein Zauber in der Luft», sagt Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Tee-Händler Thomas Grimm ergänzt, dass man die Solätte kaum beschreiben kann: «Es ist ein bestimmtes Gefühl, friedlich und unbeschreiblich.»

(Regionaljournal Bern, Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)