Generationenwechsel im Berner Münster

37 Jahre und 29 Jahre jung: Die neuen Pfarrersleute im Berner Münster sind bedeutend jünger als ihre Vorgänger.

Porträt

Bildlegende: Eine neue Generation im Berner Münster: Beat Allemand und Esther Schläpfer. SRF

Die Kirchgemeinde des Berner Münsters setzt nicht absichtlich auf die Jugend. Für die neuen Stellen haben sich vor allem junge Personen gemeldet, sagt die Präsidentin des Kirchgemeinderates, Charlotte Gutscher-Schmid. «Die beiden Neuen überzeugten uns sehr.» Der 37-jährige Beat Allemand ist seit Herbst 2013 im Amt, seine 29-jährige Kollegin Esther Schläpfer seit diesem Sommer.

Stehen die beiden auf der Kanzel, sprechen sie zu einem Publikum, das doppelt so alt ist wie sie. «Beim Vorbereiten meiner Predigt versetzte ich mich jeweils in mein Publikum», sagt Beat Allemand. «Der Altersunterschied ist eine angenehme Herausforderung.»

Seine Kollegin Esther Schläpfer spürte bei ihrem Amtsantritt gewisse Ängste der Kirchengemeinde gegenüber dem Wechsel und der starken Verjüngung. «Wir haben ja auch weniger Erfahrung als ältere Pfarrpersonen», gesteht Esther Schläpfer.

Ausbildung gegen Pfarrermangel

150 der 450 Pfarrer im Kanton Bern gehen in den nächsten Jahren in Pension. Für 20 Leute bietet die Reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn eine vierjährige Ausbildung. Ein Masterabschluss reicht. «Die Ausbildung richtet sich an erwachsene Personen, deshalb reicht diese Ausbildungszeit», sagt Hans Martin Schaer von der Reformierten Kirche.

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