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Nach Steinschlag Geologen prüfen den Hang am Gelmersee

Die Experten verschaffen sich ein Bild der Lage. Danach geht es darum, allfällige Massnahmen einzuleiten.

Legende: Video Mit Geologen und Drohnen gegen Felsstürze abspielen. Laufzeit 8:29 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 22.08.2017.

Das vom Steinschlag getroffene Wegstück im Gebiet Heubalm am rechten Gelmerseeufer ist nach wie vor bis auf weiteres gesperrt. Dies sagte Thomas Huber, Sprecher der Kraftwerke Oberhasli, am Montagvormittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Wann das Wegstück wieder freigegeben werden könne, hänge von den zu ergreifenden Massnahmen ab.

Seltene Unfälle

Die Gelmerbahn, die zum Stausee hoch führt, ist laut Huber offen, ebenso die übrigen Wanderwege in der Region. Auch die höher gelegene Gelmerhütte ist erreichbar. Nach Auskunft der «Berner Wanderwege» ist es so, dass verhältnismässig selten solche Unfälle passieren würden. Immer mehr Menschen bewegen sich in den Bergen, aber die Wahrscheinlichkeit eines Unglücks sei nach wie vor sehr gering.

Bei dem Steinschlag am Gelmersee im Berner Oberland sind am Sonntag sechs Personen verletzt worden, eine von ihnen schwer. Der auf 1850 Meter über Meer gelegene Stausee der Kraftwerke Oberhasli ist ein beliebtes Wandergebiet.

Steinsplitter wie Projektile

Ueli Gruner befand sich am Montag im Felssturzgebiet. Es seien gegen 150 Kubikmeter Fels abgebrochen und an einer tiefer gelegenen Felswand zersplittert, erklärt der Geologe. Die sechs Wanderer hätten wohl Glück gehabt, denn die Felssplitter seien wie Projektile in Richtung Gelmersee geschossen. Der Fels habe sich ausgerechnet dort gelöst, wo sie vor drei Jahren loses Gestein aus dem Hang entfernt hätten. Nun werde der Felshang gereinigt und der Weg darunter sei wohl in ein paar Tagen wieder offen.

Wer ist verantwortlich?

Der Jurist Manuel Jaun erklärt, dass auf Bergwanderwegen eine erhöhte Eigenverantwortlichkeit gilt. Nach dem Steinschlag am Gelmersee könnten die Wegverantwortlichen kaum wegen mangelnder Sicherheit haftbar gemacht werden. Auf Bergwanderwegen gibt es keine Pflicht präventiv zu klären, ob Steinschlag droht.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Logo, es ist schlussendlich ein STAU-See.. und wenn da mal was Groesseres reinrutscht... dann moechte ich nicht unterhalb wohnen.... auch nicht mehrere km entfernt... ein ueberschwappen haette Auswirkungen bis nach Meiringen, ein Dammbruch selbst am Thunersee eine Erhoehung von ueber 50cm zur Folge..Angabe Feuerwehr/Katastrophenschutz .... und Interlaken, waere dann INN-Laken...
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