Gerangel und Machtkämpfe wegen neuem Gottéron-Stadion

Bis 2018 braucht der Freiburger Eishockeyclub ein neues Stadion, welches die Auflagen der Liga erfüllt. Ein Projekt existiert, hinter den Kulissen aber regt sich Widerstand.

Grafik des Stadions von aussen.

Bildlegende: Das Stadionprojekt der Losinger Marazzi AG. Ob es tatsächlich realisiert wird? ZVG

Seit mehr als 30 Jahren spielt Gottéron in der Eishalle St. Léonard. Das Stadion, 1990 sogar WM-Spielstätte, ist in die Jahre gekommen und erfüllt die Auflagen der Liga nicht mehr, deshalb muss ein Neubau her.

Der Club und die Stadt Freiburg haben vor einem Jahr ein Neubauprojekt vorgestellt. Bauen sollte das 100-Millionen-Franken-Stadion die Firma Losinger Marazzi, 2017 sollte Eröffnung sein. Doch dagegen regt sich hinter den Kulissen Widerstand.

«Wir haben nichts anderes gehört»

Recherchen des Regionaljournals zeigen, dass vor allem lokale Baufirmen Druck machen. Losinger Marazzi, mit Sitz in Bern, gehört einer französischen Gruppe. Doch auch die Freiburger Unternehmer möchten einen Teil des Kuchens.

Gottéron-Präsident Michel Volet gibt sich optimistisch: «Wir ziehen alle am gleichen Strick, ein Vorprojekt ist beim Kanton eingereicht.» Auch die Stadt Freiburg rechnet damit, dass das geplante Projekt auch realisiert wird: «Uns wäre nichts Anderes bekannt», sagt Gemeinderat Thierry Steiert.

Der Club ist im Sandwich zwischen Investoren, lokalen Baufirmen und den Behörden. Doch die Zeit eilt: 2018 muss das neue Stadion stehen.

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