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Geschäft mit Solarstrom BKW reorganisiert Angebot und Preise beim Solarstrom

Die BKW will reinen Solarstrom anbieten. Und dafür einen Einheitspreis zahlen. Die Solarbranche ist einverstanden.

Mann schreitet über Solardach.
Legende: Neue Regeln für Solarstrom bei der BKW. Keystone

Der Berner Energiekonzern BKW ordnet das Geschäft mit Solarstrom neu. Beim Angebot für die Kunden – und bei den Preisen, die das Unternehmen den rund 7'000 Lieferanten von Fotovoltaik-Energie bezahlt.

  • Wer «Green Energy» bestellt, bekommt hundertprozentigen Solarstrom geliefert. Diese Klärung beim Angebot sei ein Wunsch der Kundschaft, so die BKW. Wasserstrom gibt nur noch bei «Blue Energy».
  • Bei den Vergütungen für Solarstrom-Lieferanten will die BKW einen Einheitspreis. Es gibt 4,4 Rappen pro Kilowattstunde Energie. Und 4,5 Rappen für den Herkunftsnachweis, total also 8,9 Rappen.

Die BKW lädt nun alle Fotovoltaik-Besitzer ein, ihnen nicht nur den Strom, sondern auch die Herkunftszertifikate zu verkaufen. Diese belegen, dass der Strom aus erneuerbaren grünen Quellen stammt.

Die Solarbranche ist zufrieden

Mit 8,9 Rappen vergütet die BKW den Lieferanten ungefähr ihre eigenen Kosten für eine Kilowattstunde Solarstrom. Damit ist die BKW im Preissegment der Freiburger Groupe E oder der Centralschweizer Kraftwerke CKW. Für David Stickelberger, Geschäftsführer des Verbandes Swiss-Solar, ist dies ein gutes Angebot und ein positives Zeichen.

Allerdings hat sich an den Vergütungen für die Energie nicht wirklich viel verändert. Dafür wurde die BKW von der Branche und von den Lieferanten Ende 2016 stark kritisiert, weil das Unternehmen die Tarife per 2017 um etwa 60 Prozent kürzte.

Für 2017 besserte die BKW aufgrund der Marktlage die Zahlungen allerdings um 0,75 Rappen pro Kilowattstunde Solarenergie nach.