Gnadenfrist für das Kultur- und Kongresszentrum Thun

Rund 2,5 Millionen Franken bis Ende 2019 hat der Thuner Stadtrat für das Kultur- und Kongresszentrum bewilligt. Aber das Parlament murrt. Das Zentrum muss finanziell eigenständiger werden. Allenfalls mit einer anderen Betriebsgesellschaft.

Der Eingangsberich des Kultur- und Kongresszentrums Thun

Bildlegende: Das KK Thun erhält weiterhin finanzielle Unterstützung von der Stadt. Doch das Zentrum muss künftig rentabler werden. Christian Strübin/SRF

Zwischen 2016 und 2019 kann das Kultur- und Kongresszentrum Thun (KKThun) mit anderthalb Millionen in bar und dem Erlass der Heizkosten von knapp einer Million Franken rechnen.

Und dazu verteilt der Gemeinderat pro Jahr 100‘000 Franken an ausgewählte lokale Kulturinstitutionen und Vereine, damit sie die Mieten des KKThun überhaupt bezahlen können.

Viel Geld für Kultur und Anlässe, aber das Stadtparlament honoriert die Leistungen des 2011 eröffneten Zentrums für die Stadt und bewilligte den Kredit gegen die Stimmen der SVP.

Warnschuss für die Betreiber

Aber das parteiübergreifende Murren im Rat war nicht zu überhören. Denn die Sache hat eine Vorgeschichte: Seit fünf Jahren hat die Stadt über 5 Millionen Franken für nachträgliche Investitionen, Betriebsbeiträge und Nachkredite in ihr Zentrum gesteckt. Doch so hat man sich das nicht vorgestellt. Das Zentrum müsste finanziell endlich mehr auf eigenen Füssen stehen, wünscht man sich quer durch alle Fraktionen.

SP und Grüne, SVP und die Fraktion der Mitte mit den kleinen Parteien wollen deshalb, dass der Betrieb des KKThun im Jahr 2017 neu ausgeschrieben wird. Dann hätte der Gemeinderat zumindest Konkurrenz-Offerten, wer was zu welchem Preis macht. Vielleicht würde es günstiger. Der Kredit von 2,5 Millionen Franken bis 2019 ist damit definitiv kein Freipass für die bisherigen Betreiber. Sondern nur noch eine Gnadenfrist.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 06:32 Uhr)

Sendung zu diesem Artikel