Gomina: Eine Walliser Erfolgsgeschichte trotz widrigen Umständen

Die Gomina, der erste Industriebetrieb im Goms, hat sich innert 40 Jahren vom kleinen Zulieferer von Sägeblättern zu einem Industriebetrieb mit 30 Angestellten entwickelt.

Ein Gebäude an einem Talhang, daneben stehen Autos.

Bildlegende: Morgendämmerung über der Gomina: Vom Kleinunternehmen zum erfolgreichen Industriebetrieb. SRF

Vor 40 Jahren wurde in Fiesch von Privatpersonen und Gemeindevertretern die Gomina gegründet, der erste Industriebetrieb im Goms. Er sollte Arbeitsplätze bringen und die Abwanderung aufhalten. Aus dem kleinen Zulieferer von Sägeblättern für Bosch-Maschinen ist ein Industriebetrieb geworden, der 30 Leute beschäftigt und hochkomplexe Sägeblätter für chirurgische Instrumente herstellt.

Heute gilt die Gomina als ein gesundes und eigenständiges Unternehmen. Der Weg dahin allerdings war steinig.

Mehrmals mussten die Gommer Gemeinden helfend eingreifen. Zuerst bauten sie eigens für die Gomina in Niderwald ein Produktionsgebäude. Später mussten sie dem Betrieb mit Aktienkäufen über die Runden helfen.

In den letzten 20 Jahren hat die Firma mit so viel Erfolg gearbeitet, dass sie den Gemeinden das Produktionsgebäude abkaufen konnte. Die Mitarbeiter haben ferner den Gemeinden jene Aktien abgekauft, die diese damals zur finanziellen Unterstützung gekauft hatten.

Von der fehlenden Arbeit zu fehlenden Arbeitern

Heute ist die Gomina eine private Aktiengesellschaft, die in Niederwald 30 Leute beschäftigt. Ihr Problem – so Urs Mutter von der Geschäftsleitung – sei nicht mehr so sehr, Arbeitsplätze für das Goms zu schaffen, sondern für ihre Produktion genügend Fachkräfte zu finden: «Wir haben auch schon versucht, ausgewanderte Gommer zurück zu holen – ohne Erfolg. Und Fachleute aus den Zentren, die bereit sind, zu uns ins Hochtal zu kommen, gehen wieder, sobald sie in den Zentren eine Stelle finden.»

Die Gomina setze darum auf die einheimischen Arbeitskräfte und bilde diese intern weiter, um so der immer komplexer werdenden Produktion gerecht zu werden. Rund 90 Prozent der Belegschaft sind heute Einheimische und das sei auch gut so. Das sei eine Konstanz an Fachwissen, die dem Betrieb wieder zugute komme.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis)

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