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Bern Freiburg Wallis Gommer Behörden fordern Erlaubnis für Wolf-Abschuss

Die Gemeindepräsidenten aus dem Goms wollen, dass ihre Region zur wolfsfreien Zone erklärt werde. Die Präsenz des Wolfes sei für ihre Berglandwirtschaft und den Tourismus einfach zu schädlich. Dies machten sie im Gespräch mit Kantonsvertretern deutlich.

Der Wolf: fotografiert beim Dorfeingang von Bellwald im Obergoms im Wallis am 28. Mai 2013.
Legende: Der Wolf: fotografiert beim Dorfeingang von Bellwald im Obergoms im Wallis am 28. Mai 2013. Keystone

Letzte Woche hat der Wolf im Goms erneut mehrere Schafe gerissen. Am Dienstagabend nun haben sich die Präsidenten der Gommer Gemeinden mit Vertretern des Kantons zu einer Krisensitzung getroffen. Die Gemeindepräsidenten fordern, dass die Wölfe, die dieses Jahr im Goms schon mehr als 50 Schafe gerissen oder verletzt haben, zum Abschuss frei gegeben werden.

Als langfristige Lösung fordern sie, dass das Goms zur wolfsfreien Zone erklärt werde. Die Präsenz des Wolfes sei für ihre Berglandwirtschaft und den Tourismus einfach zu schädlich.

Sowohl die Kantonsbehörden wie auch Ständerat René Imoberdorf betrachten es derweil als äusserst schwierig, eine wolfsfreie Zone bei den Bundesbehörden durchzubringen.

Gemeindevertreter hoffen auf Abschuss-Erlaubnis

René Imoberdorf sagt gegenüber dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF: «Ich bin der Meinung, dass der Bund die Berner Konvention kündigen soll, so wie es die angenommene Motion Fournier verlangt». Und dann müssten die entsprechenden Gesetze so angepasst werden, dass der Wolf bejagbar sein kann. «Nur so kriegen wir diese Probleme in den Griff», sagt Imoberdorf.

Die Gommer Gemeindepräsidenten wollen jetzt mit ihrer Forderung nach einer wolfsfreien Zone Goms in Bern beim zuständigen Bundesamt vorstellig werden. Zuerst und vor allem aber hoffen sie, dass der Wolf, der letzte Woche bei Geschinen wieder mehrere Schafe riss, jetzt zum Abschuss frei gegeben wird. Ein Entscheid in dieser Sache wird noch diese Woche erwartet.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Zumoberhaus, Oberwald
    Alle welche diesen Wolf so lieben sollen diesen zu sich nach Hause in den Garten nehmen. Vielleicht ist er sogar geeignet für ins Wohnzimmer? Auf Fotos sieht dieses Tierchen so freundlich aus, wer jedoch einmal tote Schafe mit aufgerissen Bäuchen sieht, oder Schafe welche halbtot sind und qualvoll verenden wird anders denken. Ich hoffe sehr, dass dieses niedliche Tierchen niemals einen Menschen anfällt, geschweige den ein Kind.
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  • Kommentar von Christian Kaiser, Germany
    Welcome to the neutral Suisse! People are vacationing because they want to have the chance to watch wolves! If farmers did their job and bringing up non lethal measures theree would not be an issue. Just continue to spread lies about wolves. By the way. If you want to see wolves in the wilderness -> visit Germany.
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  • Kommentar von felix ballach, hamburg
    liebe gomser!! im yellowstone national park, in den USA, boomt der tourismus eben gerade wegen der wölfe...also vielleicht einmal umdenken?!°.....und nicht die gleichen fehler machen den wir mir immer wieder machen : erst töten und dann schreien MIST eigentlich brauchen wir sie doch: STICHWORT BIODIVERSITÄT.....also nocheinmal: NACHHALTIG denken und PRÄVENTIV sein EIGENTUM schützen....OHNE zu töten!!
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