Grossräte mischen sich in die Personalpolitik der Spitäler ein

Die PUK, die das Walliser Parlament vor rund einem Monat eingesetzt hat, um die Probleme rund um das Spital Sitten zu untersuchen, kommt mit einer überraschenden Forderung: Die fristlose Entlassung von zwei Anästhesisten solle wieder rückgängig gemacht werden.

Eingang des Kantonsspitals Sitten.

Bildlegende: Hier wurden kürzlich zwei Ärzte entlassen. Das sei nicht gerechtfertigt, finden Walliser Gesundheitspolitiker. Keystone

Die PUK begründet ihre ungewöhnliche Forderung damit, dass die Entlassungen der beiden Ärzte nicht gerechtfertigt gewesen seien. Der Vizepräsident der parlamentarischen Untersuchungskommission, Patrick Hildbrand (SVP), sagt: «Wir wollen, dass wieder Ruhe einkehrt im Spital. Sonst können wir unsere Arbeit nicht machen.»

Beat Rieder der Fraktionschef der Oberwalliser CVP im Parlament, kritisiert diese Forderung: «Sie liegt nicht im Aufgabenbereich der PUK. Anderseits aber zeigt diese Forderung, dass da grosse Probleme dahinterstecken.» Die zuständige Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten wollte sich nicht äussern.