Grossraum Huttwil soll zum Mammutland werden

Mit einem Erlebnispark zum Thema Eiszeit wollen regionale Tourismusverantwortliche mehr Gäste in das Gebiet rund um Huttwil locken. Ein entsprechender Masterplan liegt nun vor. Läuft alles nach Plan, sollen die ersten Baugesuche im Frühling 2017 eingereicht werden.

Zu sehen ist ein Feld mit einem Mammut-Abdruck.

Bildlegende: Ein Mammut-Erlebnispark soll künftig Besucherinnen und Besucher in den Grossraum Huttwil locken. ZVG

Vor 12'000 Jahren war das Gebiet rund um Huttwil die grösste gletscherfreie Region der Schweiz. Diese eisfreie Zone hatte steppenähnlichen Charakter und bot Lebensraum für eine Reihe von Urzeittieren, darunter auch das Mammut.

Diese Vergangenheit wollen sich nun die regionalen Tourismusverantwortlichen zu Nutze machen. Geplant ist, die Region Huttwil touristisch als Mammutland zu positionieren. Herzstück des Projekts ist ein Eiszeit- und Mammuterlebnispark in Huttwil.

«  Wir wollen auch die bestehenden Perlen der Region in das Projekt einbinden. »

Walter Rohrbach
Pro Regio Huttwil

Für Walter Rohrbach, Geschäftsführer des Verkehrsvereins Pro Regio Huttwil, ist aber klar: «Wir wollen auch die kleinen, bestehenden Perlen der Region in das neue Projekt einbinden.» So konzentriert sich das neue Tourismusangebot nicht nur auf Huttwil, sondern umfasst nebst dem Oberaargau auch das Emmental bis Affoltern sowie die Region Willisau-Wiggertal.

Nebst dem Erlebnispark schwebt den Verantwortlichen unter anderem ein Eiszeitwald vor. Mit einem Baumkronenweg sowie einem Waldseilpark sollen Besuchern dort besondere Walderlebnisse vermittelt werden. Geplant ist auch ein spielerisches Grabungsfeld an einer originalen Fundstätte von Mammutknochen.

Walter Rohrbach rechnet damit, dass man mit diesen Angeboten jährlich bis zu 200'000 Besucherinnen und Besucher in die Region locken kann. «Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Zahl erreichen können. Unsere Region ist von den grossen Zentren der Schweiz gut erreichbar», so Rohrbach weiter.

Zahlen und Fakten

Für das ganze Projekt rechnet Walter Rohrbach mit Kosten zwischen 13 und 21 Millionen Franken. Zurzeit sei man auf der Suche nach grösseren nationalen Sponsoren. Läuft alles nach Plan, möchten Rohrbach und sein Team im Frühling 2017 loslegen.