Gurlitt-Cousine legt Beschwerde gegen Gerichtsentscheid ein

Uta Werner, die Cousine von Cornelius Gurlitt, ficht das Testament des Kunsthändlers zugunsten des Kunstmuseums Bern weiterhin an. Sie hat gegen den Entscheid des Amtsgerichts München vom März, dem Erbscheinantrag des Berner Museums stattzugeben, Beschwerde eingereicht.

Ein beleuchtetes Schild mit dem Schriftzug Kunstmuseum Bern.

Bildlegende: Das Kunstmuseum Bern muss weiter auf die Gurlitt-Bilder warten und die Forschungsstelle bleibt inaktiv. Keystone

Das Amtsgerichts München werde die Beschwerde von Uta Werner prüfen und danach entscheiden, «ob es seinen Beschluss vom 23. März abändert oder ob es die Beschwerde dem Oberlandesgericht München zur Entscheidung vorlegt», so die Medienmitteilung. Sollte das Amtsgericht seinen Entscheid ändern wollen, müssten zuvor nochmals alle Beteiligten angehört werden.

Unter diesen Umständen sei es ihm nach wie vor verwehrt, die Erbschaft anzutreten, schreibt das Kunstmuseum Bern. Die Aktivitäten in Sachen Gurlitt blieben «aufs Allernotwendigste» beschränkt. «Insbesondere wird die geplante Forschungsstelle ihre Arbeit vorläufig nicht aufnehmen.»

Der im Mai 2014 verstorbene Cornelius Gurlitt hatte seine wegen Nazi-Raubkunstverdachts umstrittene Kunstsammlung dem Kunstmuseum Bern vermacht. Seine Cousine Uta Werner entschied sich, das Erbe anzufechten.

Sendung zu diesem Artikel