Gurlitt-Erbe: Berner Kunstmuseum braucht Zeit für Entscheid

Das Kunstmuseum Bern wird wohl erst gegen Ende Jahr über Annahme oder Ausschlagung der Gurlitt-Erbschaft entscheiden. Zur Klärung der offenen Fragen werde man voraussichtlich die gesamte Sechs-Monate-Frist ausschöpfen müssen, teilte das Haus am Freitag mit.

Aussenansicht des Berner Kunstmuseums.

Bildlegende: Kommt die Sammlung Gurlitt nach Bern? Diese Frage wird erst Ende Jahr beantwortet. Keystone

Der Stiftungsrat setzte eine Rechtsvertretung ein, um die vielfältigen Fragen rund um den Nachlass klären zu lassen. Dabei handelt es sich um die Anwaltskanzlei CMS von Erlach Poncet AG in Zürich. Für die Gesamtleitung verantwortlich ist Beat von Rechenberg.

Gesamtleiter Beat von Rechenberg ist unter anderem als ehemaliger Präsident des Schweizerischen Anwaltsverbands bekannt. Die Schweizerische Bankenvereinigung setzte ihn als Untersuchungsbeauftragten betreffend die Durchsetzung der Standesregeln zur Sorgfaltspflicht ein.

Der im Mai verstorbene Kunstsammler Cornelius Gurlitt hat das Kunstmuseum Bern als Alleinerben eingesetzt. Zum Nachlass gehört Gurlitts komplettes Vermögen inklusive der umstrittenen, millionenschweren Kunstsammlung.

Das Testament war dem Kunstmuseum Bern am 10. Juni zugestellt worden. Das Haus hat damit Zeit für eine Entscheidung bis etwa Anfang Dezember.

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