Hannes Rohner: «Familie und Gemeinsinn sind wieder mehr gefragt»

Hannes Rohner aus Murten ist Zukunftsforscher. Mit Hellseherei habe das nichts zu tun, sagt er, die Zukunftsforschung sei keine exakte Wissenschaft. Eine Art Wahrsager sei er aber schon.

Hannes Rohner.

Bildlegende: Hannes Rohner. ZVG

Seine berufliche Karriere begann Hannes Rohner mit einer Lehre als Fernmelde- und Elektronikapparatemonteur. Danach studierte er Elektronik und Informatik sowie Physik. Später kam ein Studium in Entwicklungs-Psychologie dazu - und seit 1992 ist Hannes Rohner Zukunfts- und Innovationsforscher.

«Ich war schon als Kind ein Träumer. Ich interessierte mich für die Zukunft und beschäftigte mich mit Science-Fiction», sagt Hannes Rohner. Seiner Zeit voraus sei er als Zukunftsforscher aber nicht, im Gegenteil: «Ich bin ein traditionell lebender Mensch. Aber ich nehme Veränderungen in der Gesellschaft vielleicht besser wahr als andere.»

In der Zukunftsforschung arbeitet er vor allem mit Wertebefragungen von jungen Leuten. «Ich will zum Beispiel wissen, welche Werte den künftigen Direktoren und Politikern wichtig sind. Daraus lässt sich ableiten, wie sich die Gesellschaft entwickeln wird.»

Als Hellseher sieht sich Hannes Rohner nicht, «ich will keine Ereignisse voraussagen, sondern Tendenzen und Entwicklungen», sagt er. Schon eher treffe der Begriff des Wahrsagers zu: «Aussagen zu machen zu Entwicklungen kann auch mit der Suche nach Wahrheit zu tun haben».