Hans Stucki: «Die Bümplizer fühlen sich überrumpelt»

Der Stadtteil Bern-West verändert sich stark. Zum Beispiel mit neuen Siedlungen. Viele Bewohner hätten daher das Gefühl, es würde über ihre Köpfe hinweg entschieden, sagt Hans Stucki. Der langjährige Sekretär der Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem erklärt den Wandel «seines» Quartiers.

Hans Stucki steht im Dorfkern von Bümpliz. Im Hintergrund Bauernhäuser.

Bildlegende: Hans Stucki steht im Dorfkern von Bümpliz. Auf der Wiese bei der Kirche, neben dem Bienzguet. Michael Sahli/SRF

«Bümpliz-Bethlehem ist einer der schönsten Orte weit und breit.» Der Stadtteil Bern-West sei eine Stadt in der Stadt - mit Einkaufsmöglichkeiten und einer guten Verkehrserschliessung - und dennoch sei man in Kürze mitten im Grünen. Hans Stucki (73) ist ein leidenschaftlicher Verfechter «seines» Quartiers, das mit 35'000 Einwohnern und 16'000 Arbeitsplätzen eine stattliche Grösse hat.

Auch Hochhäuser und Grossüberbauungen prägen das Bild. Doch sei Bern-West trotzdem nicht nur eine «Betonwüste» - sondern ein lebenswerter Ort mit Einfamilienhäusern, Gärten und Parkanlagen.

Quartier im Wandel

In den letzten Jahrzehnten hat der 1919 eingemeindete Stadtteil seinen gesellschaftlichen und politischen Charakter verändert. In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war Bümpliz eine Arbeiterhochburg.

Erst in den letzten Jahrzehnten habe sich die Zusammensetzung der Bevölkerung verändert. In den Stadtteil zogen vermehrt Leute, die sich auch teurere Wohnungen leisten konnten. Gleichzeitig stieg der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer bis heute auf über 30 Prozent.

Diese Veränderung forderte ihren Tribut. Insbesondere die ältere Bevölkerung habe Mühe mit der raschen Veränderung des Quartiers. «Die Leute fühlen sich überrumpelt.» Zum Beispiel mit der Wohnbauentwicklung oder mit der Zunahme der ausländischen Bevölkerung.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)