Hauswart Martin Rufer freut sich über den Schulanfang

Am Montag war ein grosser Tag für viele Kinder und Jugendliche: Nach den dieses Jahr besonders langen Sommerferien kehren sie wieder zurück ins Schulzimmer. Auch für Martin Rufer beginnt ein neues Schuljahr – er ist aber weder Lehrer noch Schüler, sondern Schulhauswart im Oberstufenzentrum Ittigen.

Im Gegensatz zu den Schülerinnen und Schülern schaut Martin Rufer nicht auf sechs Wochen Ferien zurück: Als Hauswart ist er bei der Gemeinde angestellt und hat wie üblich fünf Wochen Ferien. In den Schulferien macht er Renovationen und Sanierungen im und ums Schulhaus und bereitet die Infrastruktur für das neue Schuljahr vor.

«  Wir pflegen das Gelände und es wäre ja schade, wenn es nicht gebraucht würde. »

Martin Rufer
Hauswart OSZ Ittigen

Wie ist es für ihn, wenn der gut gepflegte Rasen und die blitzblank geputzten Schulzimmer nach sechs Wochen wieder bevölkert werden? Ist das ein schwieriger Moment für einen Hauswart? «Überhaupt nicht», so Rufer, denn «es wäre ja schade, wenn das Gelände nicht gebraucht würde.»

Kindheit auf dem Schulgelände

Wenn Rufer spricht, dann schwingt nicht nur seine fast zehnjährige Berufserfahrung als Hauswart im Oberstufenzentrum Ittigen mit, sondern auch seine Kindheit: Er ist selber auf dem Schulgelände aufgewachsen, als Sohn des Hauswartehepaars. Seine Eltern arbeiten weiterhin als Hauswarte beim Oberstufenzentrum Ittigen, es handelt sich also quasi um einen Familienbetrieb.

Zurzeit steht die Hauswartswohnung auf dem Schulgelände allerdings leer. Aber Martin Rufer hat sich darum beworben, die Gemeinde wird in Kürze darüber entscheiden. «Es ist schon etwas Spezielles, man muss es wollen», so Rufer. Aber er kenne schliesslich die Vorteile: So habe er praktisch keinen Arbeitsweg und sei auch am Wochenende vor Ort, wenn etwa eine Veranstaltung eines Vereins sei. Zudem arbeite er unter der Woche, wenn auf dem Pausenplatz Fussball gespielt und gelärmt wird, ja sowieso.