Regionen Kanton Bern «Heute ist zu viel unklar»

Was will der Kanton Bern mit seinen Regionen? Unternehmer und Parteien verlangen von der Regierung mehr Klarheit.

Blick ins hügelige Emmental

Bildlegende: Beispiel Emmental: Wie soll seine Zukunft aussehen? Keystone

  • Die Berner Regierung solle eine Entwicklungsstrategie für alle Regionen des Kantons erarbeiten.
  • Das verlangen die Parteien BDP, EVP, GLP, Grüne und SP.
  • Dahinter steht «Fokus Bern», ein Zusammenschluss von Unternehmern.

«Heute ist nicht klar, was man mit welcher Region erreichen kann und will», sagt Peter Stämpfli, Präsident von «Fokus Bern». Diese Unklarheit führe dazu, dass man inhaltslos von einer Sparübung zur nächsten eile.

«  Was will man zum Beispiel mit dem Haslital?  »

Peter Stämpfli
Präsident «Fokus Bern»

Stämpfli genügt es nicht, dass der Kanton etwa die Fachhochschule auf die Regionen Bern, Biel und Burgdorf aufteilt. Er denkt an Regionen wie das Haslital, das Gurnigelgebiet oder den Berner Jura, für die es an Klarheit fehle. «Was ist zum Beispiel die Perspektive des Haslitals in den nächsten 4, 8 oder 20 Jahren?»

«Weitere Papiere sind nicht nötig»

Keine Unterstützung erhält der Vorstoss von Seiten der FDP und der SVP. Da sei zu wenig Fleisch am Knochen, sagt FDP-Fraktionschef Adrian Haas. «Die Antwort der Regierung ist schon klar: Man habe ja eine Wirtschaftsstrategie, die Raumplanung, die Siedlungsentwicklung.» Es sei nicht nötig, dazu weitere Papiere zu entwickeln.