Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Höhere Preise für Autoverlad kommen im Wallis schlecht an

Die BLS betreibt den Autoverlad am Lötschberg bisher nicht kostendeckend. Deshalb hat das Unternehmen entschieden, die Preise anzuheben: Das Einzelticket für einen Personenwagen kostet neu 27 Franken. Dies sei eine Zumutung heisst es bei der SP Oberwallis.

Legende: Video Höhere Preise für Autoverlad kommen im Wallis schlecht an abspielen. Laufzeit 4:27 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 19.11.2014.

Die BLS rechtfertigt die Tarifanpassungen mit dem schlechten Geschäftsgang: «Die BLS muss ihre nicht subventionierten Geschäftsfelder zwingend eigenwirtschaftlich betreiben können,» sagte CEO Bernard Guillelmon vor den Medien.

Die Preise für eine einfach Fahrt durch den Lötschberg werden um 5 Franken angehoben. Das Billet kostet neu 27 statt wie bisher 22 Franken. Ein Onlineticket kostet 25 Franken. Der Fahrplan wird ausgebaut: Künftig verkehrt an Wochenenden ein Nachtzug ab Goppenstein um 00:20 Uhr und ab Kandersteg um 00:50 Uhr.

Das Unternehmen hat zudem Massnahmen beschlossen, um den defizitären Autoverlad rentabler zu machen. So ist das Onlineticket mit Vergünstigungen in Walliser Tourismusorten verbunden.

GA für Pendler

Änderungen gibt es auch für Pendlerinnen und Pendler. Sie können neu ein Jahresabonnement für 3390 Franken lösen. Im Gegenzug wird das Angebot von Punktekarten verkleinert. Ab dem Fahrplanwechsel gibt es nur noch Punktekarten mit 250 und 750 Punkten. Jene mit 500 und 1250 Punkten werden abgeschafft. Unter dem Strich soll es für die Pendler nicht teurer werden, verspricht Bernard Guillelmon.

Widerstand aus dem Wallis

Im Wallis hat man wenig Verständnis für die geplanten Preiserhöhungen. Die SP Wallis betrachtet diesen Preisaufschlag als eine Zumutung. Präsidentin Doris Näfen-Schmidhalter: «Dieser massive Preisaufschlag ist absolut nicht nötig. Das ist ein Zoll für die Walliser und die Touristen. Den letzten Preisaufschlag haben wir erfolgreich bekämpft. Jetzt überlegen wir, ob wir auch gegen diesen Preisaufschlag wieder vorgehen wollen.» Nach wie vor vor sind viele Walliser der Meinung, dass der Autoverlad am Lötschberg gratis sein sollte, als Ersatz für den Rawiltunnel, den der Bund ersatzlos aus dem Nationalstrassennetz gestrichen hat.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Es ist tatsächlich beschämend, dass der Autoverlad Goppenstein-Kandersteg, für die BLS kostentragend oder sogar rentabel sein muss! Wenn beim Festlegen des Autobahnnetzes schon keine Nationalstrasse (Rawil-Tunnel) bewilligt wurde, käme es dem Bund immer noch billiger, pro Fahrzeug die "rollende Fahrspur" durch den Lötschberg-Scheiteltunnel mit einem Kostenanteil abzugelten! Dass die Walliser und all die Ferienhausbesitzer den Preisaufschlag kritisieren, ist gut nachvollziehbar!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Peter Escher, Varen / Wallis
      Wallis - Besucher, Ferienwohnung- und -Hausbesitzer ebenso, - doch in "Sache Verlade- Zoll" gehören wir, Walliser, nicht zur Schweiz !
      Ablehnen den Kommentar ablehnen