Höhere Strompreise bei den BKW

Der Aufschlag beträgt durchschnittlich zehn Prozent. Je nach Produkt macht dies 70 bis 80 Franken pro Haushalt aus. Verantwortlich dafür ist aber nur indirekt die BKW: Die Netznutzung wird teurer und die kostendeckende Einspeisevergütung wird erhöht.

Das Kraftwerk Wohlensee der BKW

Bildlegende: Die Stromproduktion der BKW (hier am Wohlensee) ist nur zum Teil für die Erhöhung der Strompreise verantwortlich. Keystone

Aufgrund der höheren Tarife der Netzgesellschaft Swissgrid ist im nächsten Jahr mit steigenden Strompreisen zu rechnen. Der bernische Energiekonzern BKW gab als erster Stromversorger Preisanpassungen bekannt: Der durchschnittliche Anstieg beträgt demnach 9,7 Prozent. Die Erhöhung variiere für die Kunden je nach Produkt und Verbrauchsverhalten, erklärt ein Sprecher der BKW gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Mehr als die Hälfte der Preiserhöhung ist gemäss der BKW auf die höheren Tarife der Netzgesellschaft Swissgrid zurückzuführen. Weitere Gründe für die steigenden Strompreise seien die Anhebung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) sowie die höheren Energieumwandlungskosten. Dass die Tarife von Swissgrid im nächsten Jahr steigen, ist unter anderem auf einen Bundesgerichtsentscheid zurückzuführen.

Verschiedene regionale Stromanbieter wollten am Dienstag auf Anfrage noch keine Angaben zu den Strompreisen für das nächste Jahr machen. Dario Ballanti von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) geht aber davon aus, dass neben der BKW auch andere Stromanbieter ihre Tarife erhöhen werden, da sich die höheren Tarife der Swissgrid auf alle auswirkten.