Hürdensprinterin Noemi Zbären geht ihren eigenen Weg

Die 21-jährige Europameisterin trainiert nur acht Stunden pro Woche - und erbringt trotzdem Top-Leistungen. Für Noemi Zbären ist das familiäre Umfeld in Langnau wichtig.

Noemi Zbären sprintet ins Ziel.

Bildlegende: Noemi Zbären ist zweifache Europameisterin bei den Juniorinnen. Kraft tankt sie in Langnau. Keystone

Trotz drei Wettkämpfen in vier Tagen wirkt Noemi Zbären an diesem Morgen auf der Leichtathletikbahn in Langnau nicht müde. Kaum zurück von der Junioren-Europameisterschaft in Estland, startete die 21-Jährige am internationalen Meeting in Luzern. In Tallinn holte Zbären die Goldmedaille, die Zweite bei den Juniorinnen.

Noemi Zbären gilt als grosses Talent. Sie geht konsequent ihren eigenen Weg, was zuerst beim Schweizer Leichtathletikverband für Unmut sorge.

Zbären trainiert nur acht Stunden die Woche und das zusammen mit den Breitensportlern des SK Langnau.

Ihr sei das familiäre Umfeld sehr wichtig, sagt die 21-Jährige. Das beginne bereits beim Trainer-Trio. Gaby Schwarz, deren Mann Stefan Schwarz und deren Vater Ueli Lehmann sind für die Trainingspläne des jungen Talents verantwortlich. Sie brauche kein professionelles Umfeld, sagt Zbären.

«  Es hat hier im Training genügend Männer, die mich fordern »

Noemi Zbären
Hürdensprinterin

Langnau ist wichtig für die junge Leichtathletin. Hier lebt sie Zuhause bei ihren Eltern, hier fühlt sie sich wohl und der Weg zur Leichtathletikanlage ist kurz. Noemi Zbären ist ehrgeizig, wie sie selber sagt - nicht nur im Sport. Seit kurzem hat sie einen Bachelorabschluss in Biochemie, im Herbst will die 21-Jährige mit dem Master beginnen.

Und auch für die Weltmeisterschaften Ende August in Peking und die Olympischen Spiele in Rio 2016 hat sie hohe Ziele. «Ich will sicher das Halbfinale erreichen.» Dass Zbären dann nicht mehr unter Juniorinnen starten wird, sondern bei der Weltspitze, stört sie nicht.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)