Neue Autobahn Hunderte Einsprachen gegen West-Ast in Biel

Beim Kanton Bern rechnet man mit 300 bis 500 Einsprachen. Manche Einsprecher sind grundsätzlich dagegen, andere wollen nur mitreden.

Visualisierung des Autobahn-Teils, der nicht überdacht sein soll.

Bildlegende: So ist der neue Autobahnabschnitt in der Stadt Biel geplant. Tiefbauamt Kanton Bern

«400 Grundeigentümer sind direkt betroffen und wurden von uns persönlich angeschrieben», sagt Stefan Graf vom Tiefbauamt des Kantons Bern. Am Dienstag ist die Einsprachefrist abgelaufen. Noch ist die genaue Zahl der Einsprachen nicht bekannt, aber beim Tiefbauamt rechnet man mit hunderten.

Unter den Einsprechern sind:

  • Privatleute, welche vom Bau des neuen Autobahnabschnitts direkt betroffen sind, wie Leo Horlacher und Margrit Schöbi. Ihr Haus müsste für den neuen Autobahnabschnitt abgerissen werden.
  • Umweltorganisationen wie der VCS Kanton Bern und der WWF Bern: Sie kritisieren unter anderem, der geplante Anschluss überschwemme die Innenstadt und die Quartiere gegen Nidau mit Verkehr. Zudem würde der Westast vollständig im Grundwasser gebaut, was Baurisiken berge. Und der Halbanschluss Biel-West beeinträchtige das Naturschutzgebiet «Felseck».
  • Die Städte Biel und Nidau: Sie unterstützen zwar das Projekt, wie die beiden Gemeinden in einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag betonen. Aber sie verlangen eine «punktuell bessere Abstimmung mit der städtebaulichen Begleitplanung, geringere Beeinträchtigungen während der Bauphase sowie gezielte Massnahmen zu Gunsten des Langsam- und des öffentlichen Verkehrs».
«  Wir bemühen uns um einvernehmliche Lösungen. »

Stefan Graf
Projektleiter Tiefbauamt Kanton Bern

All diese Einsprachen müssen beim Tiefbauamt nun analysiert werden. Dass für den neuen Autobahnabschnitt Häuser abgerissen werden müssen, sei bedauerlich, sagt der zuständige Projektleiter beim Kanton Bern. Man hoffe, einvernehmliche Lösungen zu finden. «Wir führen regelmässige Gespräche mit den Eigentümern.»

Für die Schäden werde der Kanton geradestehen, verspricht Stefan Graf. Und: Das Geld werde für alle reichen. «Alle Geschädigten werden ihren Schaden ersetzt bekommen.»

Karte Stadt Biel mit eingezeichneter Streckenführung

Bildlegende: Der geplante Autobahnabschnitt führt mitten durch die Stadt Biel. Tiefbauamt Kanton Bern