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Bern Freiburg Wallis Hunderte Reitschüler fordern auf Spaziergang mehr Freiräume

Am Donnerstagabend sind mehrere Hundert, meist jugendliche Sympathisanten des Berner Kulturzentrums Reitschule im strömenden Regen friedlich durch die Stadt Bern gezogen. Sie haben dabei mehr Freiräume, weniger Repression und eine liberalere Drogenpolitik gefordert.

Der Umzug begann mit einer Versammlung auf der grossen Schanze. Von dort aus steuerten die Reitschüler folgende Standorte an: Treffpunkt im Bahnhof Bern, Bundesterrasse, Erlacherhof, Rathaus- und Waisenhausplatz. Ausser ein paar kurzen Verkehrsbehinderungen verlief der Umzug friedlich.

An jedem Standort fand jeweils eine kurze Platzkundgebung mit einer Ansprache statt. Unter den Rednern war auch Matto Kämpf, ausserdem waren vereinzelt Politiker aus dem linken Lager unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auszumachen.

Wegen des Regens kürzer

Die letzten beiden geplanten Standorte, Aarbergergasse und Herrengasse, wurden auf Grund des strömenden Regens ausgelassen. Gegen 21 Uhr steuerten die Kundgebungsteilnehmer auf den Vorplatz der Reitschule und schliesslich in die wiedereröffnete Reitschule selber.

Mit dem Stadtrundgang wollte das Reitschul-Kollektiv aufzeigen, wo in Bern Freiräume verschwunden sind und Repression zugenommen hat, wie die Veranstalter darlegten. Nicht zuletzt seien es fehlende Freiräume, die Probleme mit Gewalt und Drogen auf dem Vorplatz der Reitschule befeuerten.

Die Reitschul-Sympathisanten forderten deshalb unter anderem Jugendtreffs ohne Konsumzwang, Entkriminalisierung von Drogen oder das Tolerieren privater Initiativen für Freiräume, beispielsweise in unbenutzten Häusern oder auf Brachen.

Legende: Video Stiller Protest abspielen. Laufzeit 5:21 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 11.07.2016.

Reitschule blieb zu

Vor rund einem Monat gab das Reitschul-Kollektiv überraschend die Schliessung des Kulturzentrums «bis auf weiteres bekannt». Die Betreiber wollten mit der Schliessung ein Zeichen gegen Probleme mit Drogenhandel und Gewalt auf dem Vorplatz setzen. Auslöser für die Schliessung war ein sexueller Übergriff unmittelbar neben der Reitschule.

3 Kommentare

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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Ich kann den Reitschülern die Wüsten Arabiens und Afrikas bestens empfehlen. Da gibt es Freiräume bis zum Abwinken....
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Die "Reitschul-Sympathisanten" verlangen also mehr "Freiräume"! Für ein Normalbürger, bei dem alles pedantisch genau gesetzlich geregelt ist und an das er sich halten muss, heisst das Wort Freiräume" nichts anderes als "Anarchie"! "Man" will gesetzlos leben, keine Pflichten, nur das machen, was man will oder anders gesagt, nur bedingungslose "Rechte", auf die kein "Normal-Einwohner" Anspruch hätte! Zum Glück regnete es in "Strömen", sonst wäre dieser "Spaziergang" anders verlaufen....!
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  • Kommentar von Claudia Meyer (Uhu)
    Weltweit Elend, Hunger, Millionen Menschen auf der Flucht und Terror, da ist das ewige Gejammer von wegen zu wenig Freiräume, so was von armselig.
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