Im Asylwesen rücken Kanton und Gemeinden zusammen

Der Kanton Bern und die Gemeinden verstärken ihre Zusammenarbeit im Asylwesen. Eine Task Force soll sich künftig um Fragen rund um die Unterbringung von Flüchtlingen kümmern.

Blick in eine Asylunterkunft

Bildlegende: Ist eine Unterkunft für Asylsuchende geeignet? Dies wollen der Kanton und die Gemeinden künftig gemeinsam klären. Keystone

Eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und den Gemeinden: Darauf haben sich die bernische Polizeidirektion und der Verband Bernischer Gemeinden (VBG) geeinigt, wie einem gemeinsamen Communiqué zu entnehmen ist. Der VBG hatte letzte Woche die Bildung einer Task Force gefordert.

Das Gremium soll sich beispielsweise mit Fragen der öffentlichen Sicherheit und mit der bau- und planungsrechtlichen Zulässigkeit von Standorten befassen. Die Task Force soll sich auch um die schulische und soziale Integration von Flüchtlingen kümmern. Die Regierungsstatthalter sollen bei der Suche nach Standorten eine Brückenfunktion zwischen Kanton und Gemeinden wahrnehmen.

Im Gegenzug erwartet der Kanton, dass ihn die Gemeinden auf der Suche nach geeigneten Unterkünften nach Kräften unterstützen. Kurzfristig bestehe Bedarf nach 500 Plätzen für Asylsuchende, schreibt die Polizeidirektion. Mittelfristig werde es womöglich noch deutlich mehr Plätze brauchen.

Der VBG hatte sich letzte Woche kritisch zur Öffnung von Zivilschutzanlagen für Flüchtlinge geäussert und stattdessen gefordert, vermehrt kleinere Unterkünfte zu ermöglichen. Der Kanton zeigt sich dafür offen. Er ruft aber in Erinnerung, dass diese Neuausrichtung mit grösseren Kosten verbunden sein dürfte. Denn die Betreuung von Asylsuchenden an mehreren Standorten sei aufwendiger.

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