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Bern Freiburg Wallis Im Wallis formiert sich neuer Widerstand gegen den Wolf

Dem Wolf soll es an den Kragen gehen. Das finden im Wallis mehrere Politiker und Schäfer und gründen einen neuen Verein. Ziel sei es unter anderem, die Schafe besser vor dem Wolf zu schützen und aus der Berner Konvention auszutreten.

Ein Wolf in freier Natur.
Legende: Der Wolf habe im Wallis nichts zu suchen, finden die Initianten des Vereins. Keystone

Die Wiederansiedlung des Wolfs führe in den Bergregionen zu grossen Problemen. Dem gelte es jetzt einen Riegel zu schieben, sagten die Initianten des Vereins «Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere» vor den Medien. CSPO-Grossrat Georges Schnydrig ist Mitinitiant des Vereins, welcher nächsten Dienstag offiziell gegründet wird. Er sagt: «Ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf ist schlicht nicht möglich. Der Wolf schadet der Landwirtschaft und hält Touristen davon ab, ins Wallis zu kommen. Deshalb müssen wir uns jetzt zusammenschliessen, um vereint gegen die Bundespolitik zu kämpfen».

Ziel des Vereins «Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere» sein vor allem der Austritt aus der Berner Konvention. Das Interesse am Verein ist sehr gross. Bereits jetzt hätten 1300 Interessierte eine Absichtserklärung unterzeichnet, dass sie dem Verein beitreten wollen. Dabei handle es sich vor allem um Schäfer und Politiker.

Abwanderung wegen Wolf

Georges Schnydrig ist davon überzeugt, dass die Wiederansiedelung des Wolfs den Druck auf die Berggebiete so stark erhöht, dass es gar zur Abwanderung und Entvölkerung von ganzen Seitentälern kommen könne. In den Kantonen Graubünden, Waadt und Freiburg gibt es bereits ähnliche Vereine. Geplant ist, dass sich die kantonalen Vereine zu einem nationalen Dachverband zusammenschliessen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Straub, Bern
    Ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf ist möglich. Herdenschutzhunden müssen mehr eingesetzt werden. Auch der Wolf hat Recht auf Leben. Den Walliser passt weder der Wolf, Bär noch Luchs. Entwaldung und Zersiedelung der Landschaft führten dazu, dass diese Arten es schwer haben, das Schaf hat für sie einen höheren Stellenwert, denn es bringt Geld. Wo bleibt das Verständnis für die Natur?
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    1. Antwort von Peter Escher, Leuk - Stadt
      Peter Straub, Bern / .. Sie behaupten und unterstellen schlichtweg Dinge die Sie nicht kennen ( können ) .., " Herdenschutzhunden müssen mehr eingesetzt werden.." - geografisch nicht machbar, auf dem Papier / Karte schon; - doch die Realität sieht eben anders aus.
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  • Kommentar von Jørgen broe, Silkeborg Danmark
    Wir (familien 6 personen) sind über 30 jahre ins Wallis in ferien gekommen. Das ist forbei mit die völfe..
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