Im Wallis gibts ab 2017 nur noch sechs Wahlkreise

Das Walliser Kantonsparlament hat einem neuen Wahlsystem für die Grossratswahlen zugestimmt. Die Änderung wurde nötig, weil das Bundesgericht das aktuelle Wahlsystem für verfassungswidrig erklärt hatte.

Wahlplakat in einem Rebberg.

Bildlegende: Von grösseren Wahlkreisen profitieren vor allem die kleinen Parteien. Keystone

Der Entscheid fiel mit 98 Ja-Stimmen deutlich aus. Allerdings enthielten sich insbesondere die vereinigte Linke sowie die SVP des Oberwallis der Stimme. Sie wollten die Wahlkreise stärker reduzieren.

Das neue Wahlsystem wird lediglich für die Wahlen 2017 gültig sein. Es sieht vor, dass der Kanton in sechs Wahlkreise aufgeteilt wird. Das Kantonsparlament stimmte damit dem Vorschlag der Regierung und seiner vorberatenden Kommission zu. Bisher gab es 14 Wahlkreise.

Das Bundesgericht hatte das Walliser Wahlsystem Anfang 2014 für verfassungswidrig erklärt. Die kleinen Bezirke seien ungenügend vertreten, urteilte das Gericht. Eine Volksabstimmung für eine Verfassungsreform lehnten die Walliserinnen und Walliser im Juni des vergangenen Jahres ab. Im November blieb auch eine Volksinitiative für ein neues Wahlsystem mit lediglich noch drei Wahlkreisen an der Urne ohne Chance.

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