Sicherheit für Fussgänger «Immer am Handy oder mit Stöpseln in den Ohren»

Im Kanton Freiburg ist die Zahl der Unfälle mit Fussgängerinnen und Fussgänger 2016 um 24 Prozet gestiegen. Die Polizei versucht deshalb, schon die jüngsten Verkehrsteilnehmer für die Gefahren zu sensibilisieren.

Ein Mann vor Kinder.

Bildlegende: Polizist Thomas Piller erklärt den Kindern die wichtigsten Regeln im Strassenverkehr. Patrick Mülhauser/SRF

Zu Besuch in einer Schulklasse im freiburgischen Bösingen. Die Schülerinnen und Schüler lauschen den Ausführungen von Polizist Thomas Piller.

«Was ist das Wichtigste bei einem Fussgängerstreifen?», fragt der Polizist in die Runde. «Warten», sagt ein Schüler. Das ist die richtige Antwort, denn: die Hälfte aller Unfälle mit Fussgängerinnen und Fussgängern passieren auf einem Fussgängerstreifen.

Kinder warten vor einer Srasse.

Bildlegende: Viele Unfälle geschehen auf Fussgängersreifen – nur in den wenigsten Fällen ist der Fussgänger schuld. Patrick Mülhauser/SRF

«Natürlich habe ich auf dem Fussgängerstreifen Vortritt», sagt Urs Rappo, Chef der Verkehrserziehung bei der Freiburger Kantonspolizei. Das nütze aber im Falle eines Unfalls wenig.

«  In Sicherheit bin ich deswegen noch lange nicht. »

Urs Rappo
Freiburger Kantonspolizei

Urs Rappo und sein Team bringen jährlich rund 24'000 Kindern bei, wie sie sich auf der Strasse richtig verhalten sollen – zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Getreu dem Sprichwort, «was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr».

Portraitfoto

Bildlegende: Urs Rappo: «Fussgänger sind heute anders unterwegs als früher – am Handy oder mit Stöpseln in den Ohren.» Patrick Mülhauser/SRF

Die Aufmerksamkeit sei heute ein wichtiges Thema, sagt Urs Rappo: «Fussgänger sind anders unterwegs als noch vor einigen Jahren. Dauernd am Handy oder mit Stöpseln im Ohr.» Die Präventionsarbeit wird der Kantonspolizei deshalb so schnell nicht ausgehen.