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Bern Freiburg Wallis Immer mehr arme Familien im Kanton Bern

In den letzten vier Jahren hat die Zahl der Haushalte zugenommen, die arm oder armutsgefährdet sind. Zudem hat sich die Schere zwischen arm und reich weiter geöffnet. Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud warnt nun vor sozialen Spannungen.

Im Jahr 2013 waren im Kanton Bern 12,6 Prozent der Haushalte mit Personen im Erwerbsalter arm oder armutsgefährdet. In absoluten Zahlen sind dies rund 42'700 Haushalte, in denen 78'500 Personen lebten, wie aus dem am Freitag publizierten Bericht der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion hervorgeht.

Perrenoud sieht Zusammenhalt gefährdet

In den einkommensschwachen Bevölkerungsschichten gibt es immer mehr Menschen, die den Kontakt zum Arbeitsmarkt dauerhaft verlieren. Armutsbetroffene müssten aber am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben teilhaben können, betonte der bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud am Freitag vor den Medien in Bern. Dies sei wichtig für den Zusammenhalt und die Stabilität der Gesellschaft.

Portemonnaie mit Münz.
Legende: Immer mehr Menschen im Kanton Bern haben immer weniger im Portemonnaie. Keystone

Wer den Ausschluss von Bevölkerungsgruppen aus der Gesellschaft kurzfristig in Kauf nehme, müsse damit rechnen, «dass längerfristig Aubervilliers und Clichy in den Agglomerationen von Bern, Biel und Thun Einzug halten», sagte Perrenoud. Er spielte damit auf Pariser Banlieues an, in denen es immer wieder zu sozialen Spannungen kommt.

«Entwicklung ist ernüchternd»

Der am Freitag vorgestellte vierte Sozialbericht überblickt eine Zeitspanne von 2001 bis 2013. Zu Beginn dieser Periode war fast jede achte Person im Kanton Bern von Armut betroffen.

Die Entwicklung der letzten Jahre ist laut Perrenoud ernüchternd. «Die Armuts- und Armutsgefährdungsquote im Kanton Bern sind in diesem Zeitraum gestiegen, die Einkommen des einkommensschwächsten Zehntels der Bevölkerung sind seit 2001 gesunken», führte der Gesundheits- und Fürsorgedirektor aus.

Die Zunahme der Armut habe eine klare Ursache, sagt Regula Unteregger, Leiterin des kantonalen Sozialamtes. Die mittleren und oberen Einkommen seien stabil geblieben oder leicht gestiegen. Die untersten zehn Prozent der Einkommen seien dagegen gesunken. «Hier geht eine gewisse Schere auf.»

6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Das war voraussehbar mit der links-grünen Regierung. Im Verhältnis mit anderen Kantonen ist die Steuerbelastung sehr hoch. Im Gegensatz sind die Löhne in den ländlichen Regionen tief. Es wäre an der Zeit, dass der Kanton bei der Verwaltung mit dem sparen beginnt. Es ist nur zu hoffen, dass möglichst schnell eine rechtsbürgerliche Regierung das Zepter übernimmt. Die Baudirektion hat die Ausgaben überhaupt nicht mehr im Griff, sonst würde man das Laub an den Strassenrändern nicht noch wegräumen.
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    1. Antwort von Adrian Flükiger (Ädu)
      @König: der letzte Satz entlarvt Sie und die Ihresgleichen total. Räumt man das Laub nicht weg, erhöht sich die Unfallgefahr und das "saubere Bild" in der Öffentlichkeit wird getrübt. Was, wer und wie auch getan wird, passt Leuten wie Ihnen eh nie in den Kram. Der Stadt/Land Graben in diesem Kanton hat andere Ursachen. Die Wertschöpfung ist nun mal eben primär im Einzugsgebiet der Hauptstadt am grössten und sicher nicht in Ihrer Gegend. Also: liefere statt lafere ist angesagt, viel Spass!
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    und es werden noch vielmehr.. mit dem Migrantismus wird Armut importiert und Armut bei den Einheimischen gefoerdert.. weil, der "Kuchen" Arbeitsplatz ist halt nicht vergroesserbar, im Gegenteil, er schmilzt dahin... es gibt mehr und mehr Entlassungen.. also ICH wuesste schon wo bremsen!!!
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Das war voraussehbar mit der links-grünen Regierung. Im Verhältnis mit anderen Kantonen ist die Steuerbelastung sehr hoch. Im Gegensatz sind die Löhne in den ländlichen Regionen tief. Es wäre an der Zeit, dass der Kanton bei der Verwaltung mit dem sparen beginnt. Es ist nur zu hoffen, dass möglichst schnell eine rechtsbürgerliche Regierung das Zepter übernimmt. Die Baudirektion hat die Ausgaben überhaupt nicht mehr im Griff, sonst würde das Laub an den Strassenrändern nicht noch weggeräumt.
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