In der Aare schwimmen immer weniger Fische

Die Klimaerwärmung sowie kleinste Verunreinigungen sind schuld, dass in der Aare zwischen Thun und Bern in den letzten Jahren die Fischbestände dramatisch zurückgegangen sind. Das zeigt eine nun abgeschlossene Untersuchung.

Die Klimaerwärmung setzt den Fischen zu, weil diese zu mehr Winterhochwassern führt und die Jungfische dabei aus den Laichgruben geschwemmt werden. Das gilt vor allem für die Aarezuflüsse. Zudem leiden die Fische unter den gestiegenen Wassertemperaturen bei den Zuflüssen. Noch unproblematisch ist die Wassertemperatur in der Aare selbst - obwohl dort die Temperatur in den letzten 30 Jahren um 2,5 Grad anstieg.

Weitere Ursachen für den Rückgang des Fischbestandes sind Verunreinigungen des Aarewassers, unüberwindbare Hindernisse und fischfressende Vögel wie der Graureiher oder der Kormoran.

Bis zu 80 Prozent weniger Fische

Die Untersuchung geht darauf zurück, dass die kantonale Angelfischerstatistik für die Jahre 1990 bis 2006 einen steten Rückgang der Fische aufwies - bei Bachforellen von 80 Prozent. Weil Fische als ausgezeichnete Indikatoren für den Zustand der Umwelt gelten, waren die Behörden durch diese Zahlen alarmiert.