In Thun sind die Sozialausgaben gesunken

Die Rechnung der Stadt Thun ist ausgeglichen, auch dank Sparmassnahmen. In der Sozialhilfe sanken die Ausgaben.

Das Schloss Thun, im Hintergrund die Stadt und der See.

Bildlegende: Die Stadt Thun konnte den Unterhalt der Bauten fast ganz der laufenden Rechnung belasten statt der Spezialkasse. Keystone

Wie in den letzten Jahren schliesst die Rechnung 2015 der Stadt Thun ausgeglichen. Je 292 Millionen Franken hat Thun letztes Jahr eingenommen und ausgegeben. Positiv ausgewirkt hätten sich Einsparungen und höhere Steuererträge, schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung.

«  Wir sind für die Zukunft gewappnet. »

Raphael Lanz
Stadtpräsident Thun

Dank diesen Einsparungen und Mehrerträgen musste die Stadt Thun für den baulichen Unterhalt nur 2,5 Millionen Franken aus der entsprechenden Spezialkasse entnehmen, statt 8,7 Millionen Franken wie geplant. «Die eingesparten 5 Millionen Franken lassen wir in dieser Spezialkasse. So sind wir gewappnet für die Zukunft», sagt der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz.

Weniger Sozialausgaben

Bei der Sozialhilfe hatte die Stadt Thun im Jahr 2015 einen Nettoaufwand von 25,2 Millionen Franken. Das sind 2,1 Millionen Franken weniger als budgetiert und 2,4 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Andererseits lag der Beitrag an den kantonalen Lastenausgleich Sozialhilfe um 1,1 Millionen Franken über dem Budget.

Wie kommt es, dass die Ausgaben in der Sozialhilfe gesunken sind? Stadtpräsident Raphael Lanz nennt drei Gründe:

  • die Kürzung der Integrationszulagen (wegen der Änderung der Sozialhilfeverordnung)
  • eine konsequente Dossierführung
  • ein weniger starker Anstieg der Dossiers als im Budget eingeplant

Eine «konsequente Dossierführung» bedeute, dass die Sozialhilfebezüger gut betreut würden. «So, dass sie die Anstrengungen auch wirklich leisten, die sie leisten müssen», sagt Raphael Lanz. Zudem würde der Sozialdienst besonders darauf achten, dass niemand unberechtigterweise Sozialhilfe bezieht.