Initiative soll Berner Kulturland retten

Im Kanton Bern sammeln Bauern, Grüne und BDP erstmals gemeinsam Unterschriften. Sie haben ihre Kulturland-Initiative am Dienstag den Medien vorgestellt.

Landwirtschaftliche Felder

Bildlegende: Die Initiative fordert einen sorgfältigen Umgang mit landwirtschaftlich nutzbarem Boden. Keystone

Die Initiative fordert die Erhaltung von genügend landwirtschaftlich nutzbarem Kulturland. Zugleich soll sie die Zersiedlung wirksam bremsen. Auf diese beiden Ziele haben sich die Bauernorganisation Lobag, die Grünen und die BDP des Kantons Bern im Lauf des Sommers geeinigt.

Viel Spielraum bei Umsetzung

Nun liegt der genaue Initiativtext vor. Er geht weniger weit als das Kulturland-Begehren der Zürcher Grünen, welches 2012 gutgeheissen wurde und nun im Kanton Zürich Umsetzungsprobleme bereitet. Das Berner Begehren lässt den Behörden recht viel Spielraum bei der Umsetzung.

Für die Bauernorganisation Lobag, die Grünen und die BDP macht dies deutlich, dass sie keine «Verhinderungsinitiative» propagieren. «Der Kanton soll sich durchaus weiterentwickeln», betonte Lobag-Präsident Hans Jörg Rüegsegger.

Heute werde im Kanton Bern pro Tag mehr als die Fläche eines Fussballfeldes überbaut. Dieser Umgang mit Kulturland sei «grobfahrlässig». Ein sorgfältiger Umgang mit landwirtschaftlich nutzbarem Boden sei vonnöten.

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