Inselspital Bern dürfte 25 Millionen Franken sparen

Eine Einsprache gegen den provisorischen Neubau beim Inselspital ist weitergezogen worden. Damit schwindet die Chance, dass dieser gebaut wird. Der Zeitvorsprung auf Plan B ist praktisch weg.

Blick ins Insel-Areal

Bildlegende: Die Frauenklinik - vorne rechts - muss saniert werden. Keystone

Die Frauenklink des Inselspitals muss saniert werden, für die Zeit der Sanierung braucht das Spital einen Ersatz. Es gibt zwei Varianten:

  • Plan A: Ein temporärer Ersatzneubau für rund 45 Millionen Franken
  • Plan B: Der Bau des neuen Krebszentrums wird vorgezogen und es wird zuerst temporär als Frauenklinik genutzt. Plan B wäre rund 25 Millionen günstiger als Plan A.

Die Leitung des Inselspitals wollte Plan A, weil dieser schneller hätte realisiert werden können. Der Berner Regierungsstatthalter hat Mitte Mai das Ansinnen unterstützt: Er wies drei Einsprachen ab, weil der Zustand der Frauenklinik gemäss Fachleuten so kritisch sei, dass ein Zuwarten mit der Sanierung Patientinnen, Personal und Besucher gefährden könnte.

Zeitvorsprung von Plan A schwindet

Doch nun hat die «Grüne Partei Bern – Demokratische Alternative» ihre Einsprache an die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern weitergezogen.

Damit könnte der temporäre Ersatzbau noch drei Monate früher fertig sein (im August 2017) als der vorgezogene Neubau des Krebszentrums, sagte der Mediensprecher des Inselspitals Markus Hächler auf Anfrage von Radio SRF. Und dies «bestenfalls», wenn man sich mit dem Einsprecher einigen könnte.

Die Chance für Plan B sei mit dem Weiterzug der Einsprache gestiegen. Das heisst, dass das Inselspital auf den temporären Ersatzbau verzichten würde. Entscheiden werde der Verwaltungsrat des Inselspitals Anfang Juli 2014.

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