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Bodenqualität im Kanton Bern Intensive Bodennutzung verschlechtert die Fruchtbarkeit

Das Amt für Landwirtschaft des Kantons Bern appelliert an die Bauern, bei der Bodenbewirtschaftung das Gleichgewicht zwischen Nutzen und Schützen nicht zu verlieren.

Rechts ein Kartoffelacker. Links ein Rapsfeld.
Legende: Allzu viel ist ungesund. Eine intensive Landwirtschaft setzt den Böden zu. Keystone
  • Der vierte Bodenbericht des Kantons Bern stellt fest, dass das bernische Kulturland immer noch starkem Druck ausgesetzt ist.
  • Bereits 2009 lancierte der Kanton Bern ein auf sechs Jahre angelegtes Förderprogramm.

Deren intensive Nutzung führe dazu, dass sich die Fruchtbarkeit der Böden verschlechtere, sagt Wolfgang Sturny, Leiter der Fachstelle Bodenschutz beim Amt für Landwirtschaft des Kantons Bern.

Die Fachstelle empfiehlt, einer Verdichtung des Bodens – zum Beispiel durch das Befahren mit schweren Gerätschaften – vorzubeugen, indem vermehrt bodenschonende Pflugsysteme eingesetzt würden. So könnten Böden vor Überschwemmungen oder Erosionen besser geschützt werden.

Bodenbericht 2009

Die Gefährdung der Fruchtbarkeit der Böden war bereits im dritten Bodenbericht 2009 thematisiert worden. Der Kanton Bern lancierte daraufhin ein auf sechs Jahre angelegtes Förderprogramm zur Förderung nachhaltiger Anbausysteme.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Früher schonten die Bauern die Böden und heute werden sie übernutzt. Viele Bauern verkauften Land und nun besitzen sie zu wenig Landreserven um eine Uebernutzung zu verhindern. Die vielen Dünger und Giftstoffen zerrstören die Böden total. So muss sich niemand wundern, wenn plötzlich nichts mehr wächst.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Es geht bei Böden aber nicht nur um quantitative, sondern auch um qualitative Fragen. Böden sind keine tote Masse, sondern eine gewaltige Mikrowelt, die durch zuviel Chemie zerstört werden. Trotz der durch und durch technisierten Landwirtschaft mit hohem Dünger- und Wassereinsatz sind Böden weniger verlässlich geworden. Stattdessen sollte man sich auf die funktionierenden Kreisläufe natürlicher Ökosysteme besinnen.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Der Mensch lebt nicht nur auf dem Boden, er lebt vor allem vom Boden. Ein wesentlicher Bestandteil des Bodens ist der Humus. Er bestimmt den Ertrag der Ernte, verhindert Überschwemmungen - und bindet Kohlenstoffdioxid. Die fruchtbaren Böden werden weltweit jedoch immer weniger. Unsere Ackerland ist verseucht durch Pestizide, Insektizide, darunter leiden auch die Vögel, den es gibt immer weniger Insekten die sie zum Leben brauchen. Bauern - zurück zur Natur!
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