Jeder sechste Notfall ist ein Kind oder ein Jugendlicher

In der ersten Hälfte des Jahres wurden im Berner Inselspital und in der Spital Netz Bern AG gut 60'000 Notfälle registriert. Über 11'000 davon betrafen Kinder und Jugendliche. Besonders abends und am Wochenende suchen immer mehr Eltern den Notfall mit nicht dringenden Fällen auf.

Das Notfallteam an der Arbeit

Bildlegende: Eine Equipe des Inselspitals kümmert sich bei einer Notfallübung um einen Patienten. zvg/Susi Bürki

Die Spitäler der künftigen Insel Gruppe AG haben im ersten Halbjahr 2015 über 60'000 Notfälle behandelt. Viele Patienten waren sogenannte «Selbsteinweiser», sie wurden also nicht mit einer Ambulanz eingeliefert. Dabei gab es grosse Unterschiede von Spital zu Spital.

Das Universitäre Notfallzentrum für Erwachsene des Inselspitals zählte von Anfang Januar bis Ende Juni 21'000 Patienten, wie das Inselspital und Spital Netz Bern in einer Mitteilung schreiben. Am meisten Notfälle werden jeweils samstags betreut.

Im Notfallzentrum für Kinder und Jugendliche des Inselspitals wurden rund 11'500 Notfälle behandelt. Die häufigste Notfall-Diagnose war Hirnerschütterung, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Auffallend sei, dass die nicht dringenden Konsultationen am Abend und am Wochenende zunähmen.

In den Landspitälern Aarberg, Münsingen und Riggisberg wurden im ersten Halbjahr 2015 knapp 22'000 Notfälle behandelt. In den Stadtspitälern Ziegler Tiefenau wurden 7210 Notfälle gezählt.