«Journal B» ist gescheitert

Die Berner Onlinezeitung «Journal B» entlässt die ganze Redaktion. Ab August wird die alternative Newsplattform ehrenamtlich weitergeführt. Den Initianten aus links-grünen Kreisen ist es nicht gelungen, genügend Mitglieder zu finden, welche dem Projekt das Überleben gesichert hätten.

Journal B stellt Profibetrieb ein - und macht mit Freiwilligen weiter.

Bildlegende: Im Internet gescheitert: Berner Online-Zeitung «Journal B» entlässt seine Redaktion. SRF

Die gemäss Impressum fünf Redaktionsmitglieder erhalten die Kündigung. Damit ist die Idee gescheitert, mit einer professionell geführten Redaktion eine alternative Stimme zu den beiden Lokalzeitungen Bund und BZ zu sein.

Gemäss der Pressemitteilung, die dem Regionaljournal BE FR VS vorliegt, werden die Stellen aus Kostengründen gestrichen: Es sei dem Trägerverein nicht gelungen, im angestrebten Umfang zahlende Mitglieder zu rekrutieren. Auch eine Anpassung der inhaltlichen Ausrichtung von Journal B hin zu mehr tagesaktuellem Politstoff, habe an dieser Situation nichts geändert. Da nicht genügend Leute gefunden werden konnten, die bereit waren, einen jährlichen Beitrag von 250 Franken zu bezahlen, kann der Betrieb ab August so nicht mehr aufrecht erhalten werden. 

Da der Trägerverein davon überzuegt ist, dass es in Bern eine «unabhängige Medien-Stimme» brauche, werde die Redaktion nach den Sommerferien in einem Milizsystem weitergeführt.