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Neuer Parteipräsident Jürg Grossen folgt als GLP-Präsident auf Martin Bäumle

Die Grünliberalen Schweiz (GLP) haben einen neuen Präsidenten. Der Berner Nationalrat und Unternehmer Jürg Grossen wurde am Samstag an der Delegiertenversammlung klar zum Nachfolger von Martin Bäumle ernannt.

Legende: Video Neuer GLP-Präsident abspielen. Laufzeit 1:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.08.2017.

«Die Verbindung von Wirtschaft und Umwelt bleibt für uns zentral», sagte Grossen gemäss Communiqué anlässlich seiner Wahl. Die Grünliberalen stünden zudem für eine offene und vernetzte Schweiz. «Dem zunehmenden Trend zu Protektionismus, Stillstand und Abschottung von links und rechts treten wir entschieden entgegen.»

Bäumle hatte im Mai seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der 52-Jährige hatte die Partei seit der Gründung im Jahr 2007 präsidiert und massgeblich geprägt. «Die Grünliberalen haben sich in der Schweizer Politik etabliert», sagte Bäumle in seiner Abschiedsrede zu den Delegierten.

Zur Person

Grossen ist in Saanen, Gstaad und Frutigen im Berner Oberland aufgewachsen. In Frutigen lebt er heute mit seiner Frau und seinen drei Kindern. Der sportbegeisterte Grossen spielt unter anderem Fussball im Mittelfeld des FC Nationalrat.

Mit dem 48-jährigen Grossen folgt auf den charismatischen Bäumle ein Mann, der sich bisher kaum in den Vordergrund drängte und als zurückhaltend gilt. Grossen ist seit 2011 Nationalrat und war seit 2016 Vizepräsident der GLP.

Seit 2015 ist er zudem Vizepräsident der GLP-Bundeshausfraktion. Er engagiert sich vor allem in der Energie- und Verkehrspolitik. Als Parteipräsident wolle er sich für ein klares politisches Profil einsetzen, hatte er nach seiner Nominierung gesagt.