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So funktioniert Nachbarschaftshilfe: Die Reportage
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 24.03.2020.
abspielen. Laufzeit 10:43 Minuten.
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Junge erledigen den Einkauf «Wissen Sie, wir würden das nicht überleben»

Zwei Studierende meldeten sich, während der Corona-Krise alten Menschen den Einkauf abzunehmen.

Frau Mathe ist Seniorin. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie in Biel. Jetzt, wo sie beide zur Risikogruppe gehören, gehen sie nicht mehr nach draussen. «Wissen Sie, wir würden eine Ansteckung nicht überleben», sagt Frau Mathe. Über das Bieler Projekt «Solidarité» hat sie Hilfe gefunden: Tabea Schär und Nicola Kaeslin erledigen für sie den Einkauf.

Die beiden Studierenden sind kein Einzelfall. Tausende Menschen in der ganzen Schweiz bieten in diesen Tagen freiwillig ihre Hilfe an.

Was wichtig ist

Bei der Berner Sektion des Schweizerischen Roten Kreuzes gibt es viele Anfragen. Ein Altersheim habe sich gemeldet und um Hilfe gebeten. Das sei schwierig, die Freiwilligen seien nicht für die Pflege geschult und könnten mehr schaden als helfen. Deshalb sei es besonders wichtig, die freiwillige Hilfe richtig einzusetzen.

Ein weiteres Problem sei, dass viele ältere Menschen die Hilfsangebote gar nicht auffinden, da diese im Internet publiziert seien. Dieser Schwierigkeit ist sich auch die Organisation Pro Senectute bewusst. Sie kontaktieren ihre Kundinnen und Kunden direkt per Telefon, um sie auf die Angebote aufmerksam zu machen.

So schützt man sich vor Betrügern

Im Kanton Wallis gab es mehrere Fälle, bei denen ältere Menschen um ihr Geld betrogen wurden, bestätigt der Sprecher der Walliser Kantonspolizei gegenüber Radio SRF.

Damit das nicht passiert, sollen sich ältere Menschen bei vertraungswürdigen Anbietern direkt anmelden und nicht direkt von Privatpersonen helfen lassen. Oder man könne sich bei der eigenen Gemeinde melden.

Bei der Bezahlung sei es wichtig, auf keinen Fall die eigene Bankkarte weiter zu geben. Bargeld sei besser geeignet. Falls man keines zuhause hat, kann man auch in diesem Fall die Gemeinde kontaktieren.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr; kocm;vwam

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Johanna Kittel  (Jeanie)
    An alle jungen Menschen: Viele ältere und alte Menschen versuchen seit Tagen, Food online zu bestellen. Keine Chance. Entweder ist die Ware nicht lieferbar und/oder kann erst im April geliefert werden. Wer es schafft, sich im richtigen Moment einzuloggen um einen Liefertermin zu ergattern, kann sich glücklich schätzen. Abgesehen davon, viele Alte haben schon mit einem Computer gearbeitet, da waren die Jungen noch gar nicht auf der Welt.
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    1. Antwort von Bingo Otaniger  (daebrueno)
      Ja, da kann ich voll zustimmen. Bestelle seit 10 Jahren über Online-Shops. Ich gehe davon aus, dass ganze Regionen abgehängt werden, da die Ballungszentren genügend Umsatz abwerfen um die Infrastruktur voll aus zulasten. Kaum ist man nicht mehr darauf angewiesen, wird man abgehängt "keine freien Termine in ihrer Region" seit Wochen haha! Solidarisch ist anders, aufgeteilt nach Regionen damit alle ihre Chance haben zu bestellen vor allem in Notsituationen.
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  • Kommentar von Astrid Meier  (Swissmiss)
    Vielleicht müsste man auch darauf hinweisen, dass es keinen Grund gibt, bar voraus zu bezahlen. Geliefert wird ja an die Heimadresse, aber die Adresse des Helfers ist nicht überprüfbar. Der Helfer kann Rechnung stellen, oder das Geld nach der Lieferung holen.
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  • Kommentar von Cornelia Back  (momorge)
    Instruiert die senioren doch bei coop at home oder le shop von migros einzukaufen!?.
    Handschuhe braucht es übrigens keine beim Einkaufen :-)
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    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Beide Betriebe sind als Lieferanten durchaus teuer. Die günstigeren Artikel werden gar nicht angeboten.
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    2. Antwort von Johanna Kittel  (Jeanie)
      Wir wissen Alle, dass es seit Tagen NICHT MÖGLICH ist, online einzukaufen. Keine Lieferfristangaben etc. etc.
      Also ist frau gezwungen, das Allernötigste im Laden einzukaufen. Da kann auch keine junge Person weiterhelfen.
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    3. Antwort von Heinz Gerber  (rosenzeit)
      cornelia back: erkundigen sie sich vorher, bevor sie sowas schreiben. in belp liefert coop at home seit 6 tagen nicht mehr aus und das soll in den nächsten tag auch so bleiben (offenbar überlastung).
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