Junge Tüftler entdecken die Faszination der Technik

Im zweiten nationalen Tüftelcamp bauen Jungen und Mädchen Schiffe, Brücken und einfache Maschinen aus Stoffresten, Petflaschen oder Konservenbüchsen. Projekte aushecken, experimentieren und technische Zusammenhänge erkennen: dies sind die Ziele des Tüftelcamps.

Das Freizeitzentrum Passepartout in Moosseedorf ist in der dritten Berner Ferienwoche fest in der Hand von jungen Tüftlerinnen und Tüftlern. Ein gutes Dutzend Jungen und Mädchen nimmt am zweiten nationalen Tüftelcamp teil. An neun Standorten in der Deutschschweiz können Kinder ab neun Jahren in die Welt der Technik eintauchen. Jeweils am Morgen wird das Thema des Tages in einer gemeinsamen Videoschaltung bekanntgegeben und erklärt.

«Heute bauen wir Brücken aus Stoff», erklärt der 10-jährige Beni nach der Präsentation. Und weil so eine Brücke ja von selber nicht stehen würde, muss der Stoff vorher mit Kleister behandelt und versteift werden. Die jungen Tüftler machen sich dann zu zweit an die Arbeit. Eine konkrete Bauanleitung gibt es nicht, die Zweierteams können den Typ ihrer Brücke selber bestimmen. Wenn's irgendwo klemmt, stehen junge Kursleiterinnen und Kursleiter mit Rat und Tat zur Seite.

Technische Zusammenhänge erkennen

Das Tüftelcamp soll aber nicht nur eine spannende Ferienbeschäftigung für Kinder sein. «Die Kinder sollen experimentieren, die Gesetze der Natur und technische Zusammenhänge erkennen», sagt Mitorganisator Thomas Jutzeler. «Wir sprechen deshalb auch bewusst nicht von Basteln.»

Man habe die Hoffnung, dass so das Interesse für technische Berufe geweckt werden könne, sagt Thomas Jutzeler weiter. Deshalb gehört auch ein Besuch in einem Unternehmen in der Region zum Programm des Tüftelcamps. «Dort können die Kinder den Profis über die Schulter schauen.»

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