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Jugendanwaltschaft Biel Justizmitarbeiterin zweigte hohe Summe ab

Eine Mitarbeiterin der Bieler Jugendanwaltschaft soll 650'000 Franken für private Zwecke veruntreut haben.

Die fehlbare Rechnungsführerin bei der Bieler Jugendanwaltschaft zweigte von 2010 bis 2016 insgesamt rund 650'000 Franken Bargeld für private Zwecke ab. Das ist mehr, als die Staatsanwaltschaft bisher angenommen hatte. Letzten Herbst wurde die Frau fristlos entlassen. Jetzt muss sich nun vor der Justiz verantworten.

Anklage erhoben

Die kantonale Staatsanwaltschaft für die Verfolgung von Wirtschaftsdelikten hat Anklage wegen Veruntreuung erhoben, wie sie am Montag mitteilte. Die Unregelmässigkeiten bei der Rechnungsführung waren bei einer ordentlichen Dienststellenprüfung durch die kantonale Finanzkontrolle im September 2016 zu Tage gefördert worden.

Hand, die eine Banknote in ein Portemonnaie legt.
Legende: Die veruntreute Summe an Bargeld ist höher als die Staatsanwaltschaft bisher angenommen hatte. Keystone

Die Frau arbeitete als Rechnungsführerin in der Dienststelle Berner Jura-Seeland der Jugendanwaltschaft. Den Zugriff auf das Bargeld bewerkstelligte sie durch Fälschung von Belegen und falschen Buchungen. Im November 2016 ging die Staatsanwaltschaft noch von einem Deliktsbetrag von 400'000 bis 500'000 Franken aus.

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