Kanton Bern eröffnet Ankunftszentrum für jugendliche Asylsuchende

Weil der Zustrom unbegleiteter, minderjähriger Asylsuchender nach wie vor gross ist, eröffnet der Kanton Bern in Huttwil ein Ankunftszentrum. Dort sollen die Kinder und Jugendlichen intensiv auf ihre Unterbringung in anderen Unterkünften vorbereitet werden.

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Junge Asylsuchende im Sportzentrum Huttwil

2:03 min, aus Schweiz aktuell vom 15.12.2015

Luftbild des Campus mit Fussballfeld und Gebäuden.

Bildlegende: Der neue Campus Perspektiven in Huttwil dient auch als Ankunftszentrum für unbegleitete, minderjährige Asylsuchende. zvg

Die jungen Asylsuchenden sollen eine Tagesstruktur erhalten. Dazu gehören unter anderem Kurse zum Spracherwerb aber auch Aktivitäten in den Bereichen Sport und Gesundheit. Wohnen werden die Jungen und Mädchen in einem Gästehaus auf dem Gelände des neuen Campus Perspektiven.

Das Ankunftszentrum öffnet im Januar 2016 seine Tore, wie die bernische Polizei- und Militärdirektion mitteilt. Das Asylzentrum für Jugendliche entsteht im Rahmen der Neunutzung des Nationalen Sport- und Kulturcenters Huttwil als Campus Perspektiven.

Erste Aufenthaltsphase besser strukturieren

Die Kinder und Jugendlichen sollen in dem Ankunftszentrum speziell unterstützt und dann an geeignete Anschlusslösungen weitervermittelt werden. Die Minderjährigen werden in verschiedenen Wohnformen, vorwiegend in spezialisierten Wohnheimen, untergebracht und betreut.

Mit dem Ankunftszentrum will der Kanton die erste Aufenthaltsphase der unbegleiteten jungen Asylsuchenden besser strukturieren. Das Zentrum in Huttwil wird von der Zentrum Bäregg GmbH im Auftrag des Kantons geführt. Die Institution betreibt bereits andere Unterkünfte für jugendliche Asylsuchende

Der Gemeinderat von Huttwil und die Eigentümer des nationalen Sport- und Kulturcenters stehen nach Angaben des Kantons hinter dem Projekt. Der Gemeinde entstehen durch das Ankunftszentrum keine Kosten. Anwohner und Nutzer des Sport- und Kulturcenters wurden über die neue Nutzung informiert. Für Fragen der Bevölkerung ist eine telefonische Hotline eingerichtet worden. Am 21. Dezember findet zudem ein öffentlicher Informationsanlass statt.

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