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Verdichtetes Bauen Kanton Bern könnte um einen Drittel wachsen – theoretisch

Im Kanton Bern hätte es Platz für 290'000 Leute und 200'000 Arbeitsplätze mehr, wenn man verdichtet baut. Das zeigt eine Studie des Schweizer Immobiliendienstleisters Wüest Partner. Die Realität sieht allerdings anders aus, weiss der Berner Stadtpräsident.

Baumaschine hängt vor dem Bundeshaus an einem Kran.
Legende: Bauen in Bern. Verdichten hat viel Potenzial. Keystone

Die Firma Wüest Partner AG untersuchte, wie der Liegenschaftsbestand im Kanton Bern verdichtet bebaut und genutzt werden könnte. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Der Wandel vom Einfamilienhaus zum Mehrfamilienhaus-Markt ist im Kanton Bern stabiler als in anderen Landesteilen der Schweiz.
  • Der gesamte Liegenschaftwert ist ebenfalls stabil, er beträgt rund 355 Milliarden Franken.
  • Der Kanton Bern könnte mit verdichteter Bauweise theoretisch 290'000 Menschen und 200'000 Arbeitsplätze mehr auf der gleichen Siedlungsfläche unterbringen.
  • Allerdings ist das Verdichtungspotenzial nicht immer dort, wo es gebraucht würde.

«In den Städten und Agglomerationen hat man schon verdichtet und ist zusammengerückt. Deshalb ist das Potenzial kleiner als ausserhalb der Ballungsräume», schränkt Alain Chaney ein. Er ist der Berner Geschäftsführer von Wüest Partner Bern.

Der Kanton Bern und seine Raumplanung haben die Entwicklungsmöglichkeiten aber genau auf diese bereits dichten Ballungsräume fokussiert und das Wachstum im ländlichen Raum bewusst eingeschränkt.

Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander

Für den Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried sind die theoretischen Verdichtungs-Potenziale interessant. Aber er sagt: «Die grosse Kunst ist, diese Potenziale auch auszuschöpfen. Und das ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Es gibt eine ganz einfache Lösung des Problems. Wie viel Fläche kann man noch verdichtet überbauen ( minus Berge , geschützte Landesteile , Wasseflächen usw. ) dann durch die Restfläche und jetzigen Bevölkerungszahl , dann werden die Kommentarschreiber/innen grosse Augen bekommen in Bezug auf Resteuropa. Aber eben rechnen ist so eine Sache , ich persönlich kenne die Zahlen und wie viel Leute man noch in die Schweiz herein lassen kann !!!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Die Menschen "verdichtet" in Block- und Hochhäuser "pferchen", ist für all jene, die sorglos eine baldige 10'000'000 Bevölkerung in unserem engen Ländchen Schweiz akzeptieren, die einzige Möglichkeit! Wie sich die Menschen aber in solchen Grossüberbauungen fühlen, interessiert die Globalisierer und links/grünen Utopisten nicht! Ihnen sind Ein-Doppel- oder Terrassenhäuser ein "Gräuel" und betrachten sie als unsozial!
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    1. Antwort von Kurt Meier (Kurt3)
      Werter Herr Bolliger , woher wissen Sie , wie sich die Leute in Grossüberbaueungen fühlen ? Die Welt besteht nicht nur aus Rentner , es gibt tatsächlich Leute , die arbeiten müssen . Die haben gar keine Zeit , sich um ein Häuschen zu kümmern . Ich sehe das in Portugal , Rentnerpaare auf dem Land , wünschen sich nichts sehnlicher , als eine Wohnung In der Stadt , wo sie alles Notwendige in der Nähe , und Fuß zu erreichen können .
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Wir haben jetzt schon eine enorme Zerrsiedelung in der Schweiz. Gebaut wird auf bestem Ackerland. Auf die Natur wird schon gar keine Rücksicht mehr genommen. Die Schweiz wird für den Tourismus immer unatracktiver. Wir müssen uns nicht wundern wenn Gäste ausbleiben. Endscheiden müssen wir, welche Gebiete wir für den Tourismus ausscheiden wollen und wo nur Fabriken und Mietkasernen gebaut werden können.
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