Kanton Bern: Neues Finanzierungssystem bei der Sozialhilfe

Die individuelle Sozialhilfe der Gemeinden im Kanton Bern wird ab dem kommenden Jahr mit einem neuen System finanziert. Statt dass die Leistungen der Gemeinden indirekt durch die Finanzierung von Stellen abgegolten werden, bekommen die Gemeinden neu Fallpauschalen.

Das neue System mit einer Pauschale pro Sozialfall werde einfacher sein, schreibt am Donnerstag die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion. Das bisherige System habe sich zwar bewährt, sei aber immer komplizierter geworden.

Im Vordergrund scharf Papierstapel, im Hintergrund unscharf zwei Frauen an einem Schalter im Gespräch.

Bildlegende: Ab Januar 2017 wird im Kanton Bern die individuelle Sozialhilfe in den Gemeinden mit Fallpauschalen abgerechnet. Keystone

Künftig müssten Gemeindem dem kantonalen Sozialamt keine Gesuche für die Bewilligung von Stellen und Diplome von Sozialarbeitern mehr einreichen, erläutert die Direktion.

Leicht tiefere Kosten

Das neue System wird einigen Sozialdiensten mehr Geld einbringen, anderen weniger. Weniger Geld erhalten solche mit unterdurchschnittlicher Fallbelastung. Die Gesamtkosten für die Gemeinden und den Kanton werden sich gemäss Berechnungen der Direktion nicht verändern.

Eine Modellrechnung ergab gar leicht tiefere Kosten. Der Kanton rechnet mit dem neuen System mit keinen Auswirkungen auf das Personal der bernischen Sozialdienste.