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Bern Freiburg Wallis Kanton Bern optimiert Fahrzeugpark - und Mobilität der Verwaltung

Der Kanton Bern betreibt über 2000 Fahrzeuge, darunter rund 1200 Personenwagen, Lastwagen, Einsatz- und Spezialfahrzeuge. Bei 17 Millionen Kilometern pro Jahr lässt sich da viel optimieren. Bei Kosten, Schadstoffausstoss und bei der Mobilität der Verwaltung. Jetzt steht dafür ein Konzept.

Der Kanton Bern hat sich mit seinem neuen «Mobilitätskonzept Verwaltung» einiges vorgenommen. Erstens wird der ganze Fahrzeugpark neu zentral erfasst, die ganze Flotte einheitlich eingekauft und bewirtschaftet. Und zweitens verfolgt der Kanton damit nicht nur das Ziel, Kosten in Millionenhöhe zu sparen.

Auch der Co2-Ausstoss soll um 30 Prozent zurückgehen. Ein ökologisches Anliegen. Und so müssen sich die vielen Verwaltungsstellen darüber Rechenschaft geben, welche Mobilität sie wo brauchen. Kann auch heissen: Wer von Sitzung zu Sitzung eilt, ist vielleicht künftig mit dem Tram, dem Velo oder mit einem Elektrofahrzeug unterwegs. Auch dieser «Modelsplit» soll die Kosten um zehn Prozent senken.

Wo braucht es welches Fahrzeug? Und braucht es es überhaupt?
Autor: Andreas HaruksteinerProjektleiter Mobilitätskonzept Verwaltung Bern

Um das Ziel in finanzieller und ökologischer Sicht zu erreichen, braucht es allerdings zahlreiche Informationen zu jedem Fahrzeug – und zum Zweck, für den es eingesetzt wird. Und dann zeichnet sich auch ab, welches Fahrzeugmodell dafür optimal ist, und wann es wieder ersetzt werden muss.

«Bei 17 Millionen Kilometern pro Jahr schenkt jeder Rappen pro Kilometer oder jedes Prozent Kosten enorm ein», sagt Projektleiter Andreas Haruksteiner. Diese zentrale Fuhrparkverwaltung mit einer Gesamtkostenberechnung für jedes Fahrzeug gab es im Kanton Bern bisher nicht. Der Kanton erwartet davon eine Kostenreduktion von 15 Prozent oder etwa 2 Millionen Franken. Bisher kostet die Flotte der 1200 Personen- und Lastwagen pro Jahr rund 16 Millionen.

Polizei und Tiefbauamt als Schwergewichte

Logisch, dass ein vollgepackter Streifenwagen der Kantonspolizei, das Allradfahrzeug eines Försters, die Spezialfahrzeuge des Tiefbauamtes oder ein Gabelstapler in einem Werkhof andere Bedürfnisse erfüllen müssen als ein normaler Personenwagen, mit dem Kantonsangestellte von A nach B unterwegs sind.

Polizei und Tiefbauamt sind denn auch die Schwergewichte in der Flottenbewirtschaftung. Die Kantonspolizei verfügt über rund 800 Fahrzeuge, das Tiefbauamt über etwa 250 meist schwere Fahrzeuge.

Ausschreibung für 600 normale Autos

«Wir werden nun in einem ersten Schritt etwa 600 Standardfahrzeuge neu ausschreiben bei den grossen Importeuren» bestätigt Projektleiter Andreas Haruksteiner. Preis, Wartungskosten, Rücknahmegarantie werden ausgehandelt. Da kann ein Grosskunde wie der Kanton Bern durchaus Forderungen stellen.

Und normale Fahrzeuge dürfen nicht mehr mehr als 95 Gramm Co2 pro Kilometer ausstossen. Das ist das EU-Flottenziel 2020 und somit auch deutlich unter den Grenzwerten der Schweizer Gesetzgebung. «Solche Fahrzeuge sind bereits verfügbar, das ist kein Problem. Wir werden die Ziele erreichen», ist Andreas Haruksteiner überzeugt.

Wenn das System läuft, ist es bei der Kantonspolizei angesiedelt, die ihre Flottenbewirtschaftung ausbaut. Dazu gibt es voraussichtlich einen externen Flottenmanager, der sich um die Beschaffung, Leasing und den Occasionshandel kümmert. Man muss nämlich die kantonalen Fahrzeuge dann verkaufen, wenn sie noch etwas wert sind.

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