Hausbesetzung in Bern Kanton Bern schliesst Vertrag mit «Fabrikool»-Besetzerkollektiv

Die Hausbesetzung in der Berner Länggasse wird legal: Das «Fabrikool»-Kollektiv kann auf dem vonRoll-Areal in der Berner Länggasse bleiben – vorerst bis Ende Juli. Die Verwaltung hat mit den Besetzern ein Vertrag abgeschlossen. Benutzen darf das Kollektiv aber nur das Erdgeschoss der Liegenschaft.

Ansicht eines alten Bachsteinhauses mit Flaggen von Besetzern.

Bildlegende: Die besetzte alte Schreinerei auf dem vonRoll-Areal in der Berner Länggasse. SRF

Das Amt für Grundstücke und Gebäude schloss mit dem Kollektiv einen Vertrag über die Zwischennutzung ab. Dabei geht es nur um das Erdgeschoss der Alten Schreinerei. Nicht Teil der Zwischennutzung seien der erste und zweite Stock sowie der Aussenraum, betont die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion.

Auflagen an die Besetzer

Fabrikool habe ausserhalb des Gebäudes das Betriebskonzept der Universität und der Pädagogischen Hochschule, die Hausordnung des Hochschulzentrums vonRoll sowie die Nachtruhe zu befolgen. Mit der Unterzeichnung des Vertrags habe sich das Kollektiv auch verpflichtet, die Brandschutzauflagen zu beachten und eine Privathaftpflichtversicherung abzuschliessen.

Die Rahmenbedingungen für die Zwischennutzung liess der Kanton durch den früheren Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät aushandeln. Die Gruppe «Fabrikool» hatte das Haus Mitte Februar besetzt.

Haus in schlechtem Zustand

Das Fabrikareal gehört seit 2000 dem Kanton. Die Behörden wollten das Gebäude ursprünglich räumen lassen. Zur Begründung hiess es, die denkmalgeschützte Alte Schreinerei sei in schlechtem Zustand.