Kanton Bern will bessere Sprachkenntnisse bei Einbürgerungen

Wer sich im Kanton Bern einbürgern lassen will, muss die am Ort übliche Amtssprache mündlich und schriftlich einigermassen beherrschen. Jetzt wird der Grosse Rat konkret.

Zwei Frauen lesen in einem Deutsch-Duden.

Bildlegende: Ausländer, die den Schweizer Pass wollen, sollen besser Deutsch lernen. Keystone

Das einfache Sprachniveau A2 im schriftlichen Verkehr, das etwas anspruchsvollere Niveau B1 mündlich - das will der Grosse Rat als Mindestanforderung für eine Einbürgerung festlegen.

B1 entspricht ungefähr dem, was ein Sekundarschüler nach fünf Jahren Französisch-Unterricht kann. Zwar wenden einzelne Gemeinden diese Kriterien schon an - aber bisher fehlte dafür die gesetzliche Grundlage.

«Längst fällige Regelung»

Sprachkenntnisse sind zentrale Anforderungen an die Integration, da ist sich der Rat quer durch alle Parteien einig. Allerdings warnten das linke Lager, man solle die Hürden nicht zu hoch setzen. Die leichte Verschärfung der Anforderungen würden Geld kosten. Die Bürgerlichen begrüssen diese Regelung und erachten sie als längst fällig.