Kanton kommt Gemeinden bei der Westumfahrung von Biel entgegen

Beim geplanten Westast der A5-Umfahrung von Biel müssen die Gemeinden allerdings auch Federn lassen.

Grafik von Westast und Ostast in Biel.

Bildlegende: Mit der Umfahrung Biel wird eine der letzten Lücken im schweizerischen Nationalstrassennetz geschlossen. zvg

Nicht berücksichtigt hat der Kanton beispielsweise die Forderung nach einem längeren Porttunnel. Die Gemeinde Ipsach hätte sich dies gewünscht. Der Nutzen eines verlängerten Tunnels wäre für die gesamte Region vergleichsweise gering, findet nun die Berner Kantonsregierung. Ausserdem würde die Verlängerung viel kosten.

Ebenfalls nicht berücksichtigen will der Kanton die Forderung, den Halbanschluss Seevorstadt in Biel auf die Ostseite des Bahndamms zu verlegen. Diese Lösung wäre verkehrstechnisch ungünstig und würde zudem das Naturschutzgebiet Felseck zu stark tangieren, schreibt der Regierungsrat.

Entgegenkommen in der Stadt

Hingegen kommt der Kanton den Gemeinden beim Anschluss «Bienne Centre» in der Stadt Biel entgegen: Die offene Strecke soll rund 30 Meter nach Westen verlegt werden. So hatten es die Gemeinden Biel und Nidau gefordert.

Im Weidteilequartier soll der geplante Autobahn-Tunnel so weit in den Boden abgesenkt werden, dass er nicht höher als die untersten Wohngeschosse der umliegenden Hochhäuser aus dem Boden ragt.

Der Kanton hat das generelle Bauprojekt am Mittwoch genehmigt und wird es nun dem Bund einreichen. Nach der Genehmigung folgt 2015 voraussichtlich das Ausführungsprojekt. Gebaut werden soll der Westast ab 2019. Rund zehn Jahre später soll die neue Autobahn eröffnet werden.

Die Umfahrung «Westast» kostet fast 2 Milliarden Franken. Davon zahlt der Bund 1,7 Milliarden, der Kanton 300 Millionen Franken.