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Kantonsstrasse Täsch - Zermatt Zermatter fordern eine wintersichere Strasse

Matterhorn Terminal Täsch.
Legende: Wer keine Spezialbewilligung hat, um nach Zermatt zu fahren, parkiert sein Auto im Matterhorn Terminal Täsch. Silvia Graber/SRF

Wer mit dem Auto nach Zermatt will, muss sein Auto auf dem Parkplatz des Matterhorn Terminal Täsch stehen lassen und mit dem Zug nach Zermatt fahren. Es sei denn, er wohnt oder arbeitet in Zermatt, besitzt eine Liegenschaft und verfügt über eine Sonderbewilligung der Walliser Kantonspolizei.

Shutte Zug der Matterhorn Gottahrd Bahn.
Legende: In Täsch steigen die Touristen auf den Shuttle Zug der Matterhorn Gotthard Bahn um. Silvia Graber/SRF

Diesen Winter war die Strasse Täsch - Zermatt an insgesamt 14 Tagen gesperrt. Dies weil die Strasse nicht wintersicher ist. Die Bahnstrecke verfügt über die nötigen Galerien. Bei der Strasse fehlen sie. Dies soll sich nun ändern.

Karl Eggen, Präsident der Interessengemeinschaft IG Zufahrt Zermatt sagt: «Es kann nicht sein, dass ein Weltkurort wie Zermatt keine wintersichere Strasse hat. Es müssen dringend zwei Lawinenverbauungen erstellt werden. Zudem soll die Strasse für alle Autos öffentlich befahrbar gemacht werden.»

Porträt Karl Eggen.
Legende: Karl Eggen, Präsident der Interessengemeinschaft IG Zufahrt Zermatt setzt sich für eine wintersichere Strasse ein, die für alle geöffnet wird. Silvia Graber/SRF

Zweimal bereits hat die Bevölkerung von Zermatt über die Strasse zwischen Täsch und Zermatt abgestimmt. Die Zermatter Bevölkerung hat im März 2005 mit 52,9 Prozent Ja zur Öffnung der Strasse gesagt. Diese Abstimmung war laut Gemeindepräsidentin rein konsultativ und rechtlich nicht bindend. Im Juni 2016 sagten 62 Prozent der Zermatter Stimmbevölkerung Ja zu einer wintersicheren Strasse. Seither ist die Gemeinde Zermatt mit dem Kanton am verhandeln, denn der Streckenabschnitt Täsch-Zermatt ist eine Kantonsstrasse.

Eine Frau blickt in die Kamera. Im Hintergrund ist eine Treppe, daneben viel Schnee.
Legende: Romy Biner, Gemeindepräsidentin von Zermatt, sieht sich als Bittstellerin beim Kanton. Silvia Graber/SRF

Die Zermatter Gemeindepräsidentin Romy Biner steht in engem Kontakt mit Staatsrat Jacques Melly. Sie will erreichen, dass auf der Strecke Täsch - Zermatt zwei Lawinenverbauungen gemacht werden, damit die Strasse in Zukunft wintersicher ist. Laut Schätzungen des Kantons belaufen sich die Kosten auf 60 bis 80 Millionen Franken. Im Gegensatz zur Interessengemeinschaft IG Zermatt, setzt sich die Gemeinde nicht für die Öffnung der Strasse ein. Romy Biner sagt: «Bevor die Strasse für alle geöffnet werden könnte, müsste zuerst ein Parkhaus eingangs Dorf gebaut werden. Dies ist schwierig, weil sich der Dorfeingang in der Gefahrenzone befindet und weil ein Teil des Bodens im Privatbesitz ist.»

Eine schmale Strasse, oberhalb verläuft die Eisenbahnlinie.
Legende: Die Strasse zwischen Täsch und Zermatt war dieses Jahr wegen Lawinengefahr bereits 14 Tage gesperrt. Silvia Graber/SRF

Nächste Woche trifft sich die Gemeindepräsidentin von Zermatt mit dem Walliser Verkehrsminister Jacques Melly, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Für Romy Biner steht fest:« Zermatt ist eine wichtige Tourismusdestination und darf künftig nicht mehr über Tage hinweg abgeschnitten sein.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Das autofreie Zermatt und das Matterhorn sind Markenzeichen von Zermatt. Ich frage mich was sich diese uneinsichtigen Zermatter Autofetischisten denken? Mit ihren kurzsichtigen Forderungen schaden sie ihrem Touristenort. Man könnte ja in Täsch günstige Parkplätze zur Verfügung stellen.
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    1. Antwort von Thomas Abgottspon (TAbgottspon)
      ... und die tausenden Gäste, welche festsassen und ihre Termine, Flüge etc. verpassten? Zudem ist vor dem Hintergrund, dass in Zermatt an die 700 - 800 elektrisch betriebene Autos täglich herumfahren, die Autofreiheit sowieso schon lange passé. (Übrigens der grösste Reklamationspunkt der Gäste in Zermatt) Bei einer Öffnung der Strasse dürften die Autos eh nur bis an den Dorfrand (Parkhaus) fahren und nicht bis ins Dorf.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Wen wundert's, wenn im Wallis Strassen gewünscht werden? Zermatt gibt seinen grossen Trumpf aus der Hand für kurzfristiges Denken.
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    1. Antwort von Fritz Frei (Fritz Frei)
      Von aussen kann man sich ein Märlidorf wünschen. Das kostet nichts. Leute, die im Dorf wohnen, sehen das wohl ein wenig anders. Es geht ja um den freien Verkehr von Einwohnern und Dienstleistern, nicht von Touristen.
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    2. Antwort von Fritz Frei (Fritz Frei)
      Von aussen kann man sich ein Märlidorf wünschen. Das kostet nichts. Leute, die im Dorf wohnen, sehen das wohl ein wenig anders. Es geht ja um den freien Verkehr von Einwohnern und Dienstleistern, nicht von Touristen.
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