Kein runder Tisch für die Freiburger Paulusdruckerei

Die Kantonsregierung vermittelt nicht zwischen der Freiburger Zeitung und der Paulusdruckerei. Das mache keinen Sinn.

Die Paulusdruckerei in Freiburg von Aussen.

Bildlegende: Die Ampel bleibt auf rot: Zwischen der Paulusdruckerei und der Zeitung «Freiburger Nachrichten» gibt es keine Gespräche. Keystone

Weil es keine Verhandlungsbereitschaft gibt, will die Freiburger Staatsrätin Isabelle Chassot jetzt doch nicht vermitteln zwischen der Paulusdruckerei und den «Freiburger Nachrichten».

Der Verwaltungsrat der Zeitung zeigte sich zwar zur Diskussion bereit. Bekräftigte aber erneut, dass das Blatt ab 2015 in Bern gedruckt werde. Die Druckerei der Tamedia hatte ein 40 Prozent günstigeres Angebot unterbreitet. Nachdem man nun über Jahre über zwei Millionen mehr in Freiburg bezahlt habe, führe an diesem Wechsel nichts vorbei. Bei der Druckerei auf der anderen Seite heisst es, man akzeptiere kein Angebot, das die wirtschaftliche Situation des Druckunternehmens schwäche.

Unter diesen Voraussetzungen mache eine Diskussion keinen Sinn, sagte Staatsrätin Chassot auf Anfrage.

Weitere Gespräche sind möglich

Die Freiburger Regierung werde aber Hand bieten für weitere Gespräche. «Wir sind offen für Diskussionen, wenn es um den Erhalt und die Unabhängigkeit der Freiburger Medien geht», stellte Isabelle Chassot klar. Da geht es in Zukunft um die Frage, wie der Medienplatz Freiburg grundsätzlich aufgestellt ist.