Kein «Slow Up» in Bern: Kanton bremst Pläne der Stadt aus

Ein Velo-Grossanlass soll die Bevölkerung nächsten Sommer ins Aaretal locken. An diesem Ziel halten die Stadt Bern und ihre sieben Partnergemeinden fest. Ein «Slow Up» wird es aber nicht sein. Denn wer sich mit dem Titel schmücken will, muss bestimmte Kriterien erfüllen.

Der Slow Up in Genf.

Bildlegende: In Genf, in Basel, am Zürichsee und im Emmental gibt es einen «Slow Up» - in Bern ist das aber nicht möglich. Keystone

«Slow Ups» müssen «weitgehend auf durchgehend asphaltierten Hauptstrassen» verlaufen. Diese Vorgabe erweist sich fürs Berner Projekt als «unüberwindbare Hürde», wie die Stadtberner Direktion für Bildung, Soziales und Sport am Mittwoch mitteilte.

Ausweichen auf Nebenstrassen

Die grüne Schuldirektorin Franziska Teuscher und ihr Parteikollege, der Münsinger Gemeindepräsident Beat Moser, hatten den «Slow Up» Anfang 2016 bereits angekündigt. Doch Gespräche mit dem Kanton zeigten, dass es im vorgesehenen Rundkurs nicht möglich ist, die verkehrsbelasteten Hauptstrassen zwischen Bern und Münsingen einen Tag lang zu sperren.

Die beteiligten Gemeinden beschlossen deshalb, die Kernroute auf Nebenstrassen zu führen. «Das eigene Format bietet viele Vorteile», wird Münsingens Gemeindepräsident Beat Moser im Communiqué zitiert.

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