Keine «Sheriffs» in den Freiburger Bergen

Der Grosse Rat hat es abgelehnt, dass Förster und Wildhüter Bussen verteilen dürfen. Damit wollte der Staatsrat das Verbot für die Benutzung von Alp- und Waldstrassen besser durchsetzen.

Ein Verbot nützt bekanntlich nur etwas, wenn auch kontrolliert wird. Das gilt auch für das unerlaubte Befahren von Wald- und Alpstrassen. Die Polizei müsste das Verbot durchsetzen. Doch in den Freiburger Voralpen sind Polizisten rar.

Deshalb hatte der Staatsrat eine Idee: Förster und Wildhüter sollen die Polizeiarbeit übernehmen und selber Bussen verteilen. Die Regierung wollte diese neue Regelung im Justizgesetz verankern.

Ein Weg über einen Hügel.

Bildlegende: Auf vielen Freiburger Wald- und Alpstrassen gilt ein Fahrverbot. Keystone / Symbolbild

Doch dagegen wehrte sich der Grosse Rat. «Wir wollen keine neuen Sheriffs in unseren geliebten Bergen», polterte etwa FDP-Grossrat Ruedi Vonlanthen.

Indem der Grosse Rat diesen Artikel aus dem neuen Justizgesetz gestrichen habe, habe er eine Chance verpasst, sagte Justizdirektor Erwin Jutzet nach der Debatte. «Das ist praktisch ein Freipass, die Alpstrassen zu benutzen».